Bayr: Menschen, die mit HIV leben, vor Diskriminierung schützen

Kampf gegen HIV/Aids muss auf humanitärer Basis geführt werden, Verantwortung auch bei Gesetzgebung und Wirtschaft

Wien (OTS/SK) - "Die EU muss sich bei ihrem Anliegen, Patentrechte zeitlich verlängern zu wollen, darüber im Klaren sein, dass nur mit Hilfe von Generika ein weltweiter Kampf gegen HIV und andere Pandemien überhaupt möglich ist", betonte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Vorsitzende des EZA-Unterausschusses heute, Donnerstag, beim Hintergrundgespräch mit der Kindernothilfe Österreich zum Thema HIV/Aids. Indien produziert über 90 Prozent der Generika, mit denen Menschen, die mit HIV leben, in armen Ländern behandelt werden - "so gut wie alle von ihnen hätten ohne Generika keinen Zugang zu moderner medizinischer Behandlung", so Bayr. ****

Seit Beginn der Epidemie polarisiert HIV/AIDS im gesellschaftlichen Leben: Menschen, die mit HIV/Aids leben, sind im Alltag nach wie vor ausgegrenzt, leiden unter Vorurteilen oder Schweigen aus Scham. Schutz biete unter anderem eine entsprechende menschenrechtsbasierte Gesetzesgrundlage. "Es ist essenziell, dass weltweit Gesetze, die Aids und HIV betreffen, vor allem auf die Menschenrechte der betroffenen Gruppen fokussieren und die Diskriminierung und Stigmatisierung beenden", erklärte Bayr. Laut einem Report von UNAIDS im Juli 2014 leben 35 Millionen Menschen weltweit mit HIV, 19 Millionen Menschen wissen dies nicht einmal.

Das Hintergrundgespräch fand gemeinsam mit Karen Brokensha, Direktorin und Programmkoordinatorin des Kindernothilfe-Projekts iThemba Lethu und Professorin Dr. Anna Coutsoudis, Pädiatrische Forschung/Universität Durban statt. (Schluss) tg/ve

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