Fichtinger: Konsumentenfreundliche Informationspolitik verstärkt fördern

ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag betreffend verbesserte Kommunikation zu lebensmittel- und verbrauchsgüterbedingten Risiken

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Viele Konsumentinnen und Konsumenten sind hinsichtlich der Risiken insbesondere im Zusammenhang mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen verunsichert. Der jüngste Vorfall in Kärnten rund um mit Hexachlorbenzol (HCB) belasteter Milch, die aber nicht in den Handel gekommen ist, hat dies sicherlich noch verstärkt. Das stellte heute, Donnerstag, ÖVP-Konsumentenschutzsprecherin Abg. Angela Fichtinger anlässlich der Sitzung des Ausschusses für Konsumentenschutz fest, bei der ein ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag für eine verbesserte Kommunikation und Information für Konsumentinnen und Konsumenten auf der Tagesordnung steht.

Auffallend sei allerdings, so Fichtinger weiter, dass die Risikowahrnehmung zwischen Experten und Konsumenten sehr unterschiedlich ist. Während aus Sicht der Experten im Zusammenhang mit "Waren und Wässer" unter den Top fünf-Risikogruppen pathogene Mikroorganismen, Fehlernährung, Mykotoxine (Schimmelpilzgifte), Allergene und toxische Elemente gesehen werden, ist die subjektive Verbraucherwahrnehmung völlig anders. Aus Sicht der Bevölkerung stellen gentechnisch veränderte Organismen, Pestizide, Radioaktivität, Zusatzstoffe oder Rückstände von Arzneimitteln und Hormonen die Top-Risiken dar. Gleichzeitig ist der Nutzen vieler dieser Produkte hinsichtlich der Steigerung der Lebensqualität und -erwartung nicht im Bewusstsein: "Moderne Verpackungen sind beispielsweise ein wirksamer Schutz gegen pathogene Mikroorganismen und Mykotoxine", so Fichtinger. Ein weiterer Faktor, der zunehmende Verunsicherung mit sich bringt, ist der rasante technologische Fortschritt in der Lebensmittelherstellung und -verarbeitung.

"Es ist daher notwendig, eine konsumentenfreundliche Informationspolitik verstärkt zu fördern", so Fichtinger weiter. In einem ÖVP-SPÖ-Entschließungsantrag betreffend "verbesserte Kommunikation zu lebensmittel- und verbrauchsgüterbedingten Risiken" wird daher die Gesundheitsministerin ersucht, im Einvernehmen mit anderen verantwortlichen Mitgliedern der Bundesregierung Aufklärungsarbeit bezüglich der unterschiedlichen Risikowahrnehmung zwischen Experten und interessierten Bürgern zu leisten.

"In diesem Sinne wünsche ich mir eine sachliche Information statt alarmistischem Populismus" verwies Fichtinger abschließend auch auf einen entsprechend kritischen Artikel im Nachrichtenmagazin "profil" vom 13. Oktober ("Alarmstufe Rosa"). Darin wird darauf hingewiesen, dass Umwelt- und Konsumentenschützer nicht nur in Nahrungsmitteln, sondern auch bei Gebrauchsgütern regelmäßig Spuren von Substanzen, die angeblich die Gesundheit gefährden, entdecken, beispielsweise bei Gummistiefeln. Dazu meinte der Autor Walter Krämer in einem profil-Interview: "Es wurde aber nicht gesagt, wie viel davon enthalten ist, und ab welchem Wert es tatsächlich gefährlich werden könnte. Ich tippe mal, dass man eine größere Menge Gummistiefel essen müsste, um wirklich etwas abzukriegen."
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