Gewerkschaft PRO-GE strikt gegen Pensionsautomatik

Beschäftigung schaffen und sichern statt unsozialen Automatismus fordern

Wien (OTS/ÖGB) - Die Produktionsgewerkschaft (PRO-GE) stellt sich klar gegen eine automatische Anpassung des Pensionsantrittsalters an die Lebenserwartung. "Es gibt viele Argumente, die gegen einen solchen Automatismus sprechen: Pensionseinbußen als Folge höherer Abschläge. Mehr Arbeitslosigkeit, da ein höheres Pensionsantrittsalter nicht automatisch mehr Arbeitsplätze bringt. Vor allem würde es jene treffen, die aufgrund sehr belastender Tätigkeiten mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen und eine geringere Lebenserwartung haben. Die PRO-GE lehnt eine solche Automatik strikt ab. Sie wäre unsozial und ungerecht", sagt Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender der PRO-GE.

Das umlagefinanzierte Pensionssystem ist das beste und sicherste, wie die Wirtschaftskrise 2009 einmal mehr gezeigt hat. Im Koalitionspakt der Regierung wurde vereinbart, dass 2016 die gesetzten Maßnahmen im Pensionssystem überprüft werden. Ziel muss die Anhebung des tatsächlichen Pensionsantrittsalters sein. Eine schlichte Anhebung des gesetzlichen Regelpensionsalters bringt gar nichts, wenn ältere ArbeitnehmerInnen keine Chance auf Beschäftigung haben. "Es wird 2016 evaluiert und die Politik muss dann entscheiden, was zu tun ist und nicht ein Computerprogramm", betont Wimmer.

Für die langfristige Absicherung des umlagefinanzierten Pensionssystems ist die Sicherung und Schaffung von Beschäftigung ausschlaggebend. Daher fordert die PRO-GE vehement die Umsetzung des vorgesehenen Bonus-Malus-Systems, damit Betriebe mehr ältere Menschen beschäftigen. "Wir brauchen deutlich mehr alternsgerechte Arbeitsplätze. Statt Angst zu verbreiten, sollten Anreize und Voraussetzung geschaffen werden, damit Betriebe ältere ArbeitnehmerInnen einstellen und in Beschäftigung halten", sagt Wimmer.

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