Wirtschaftsparlament: WKÖ-Generalsekretärin Hochhauser zieht erfolgreiche Bilanz über ablaufende Funktionsperiode

Breite Palette an interessenspolitischen Erfolgen - Agenda 2015 mit Fokus auf Wachstum und Beschäftigung

Wien (OTS/PWK847) - Die heutige 10. Sitzung des heutigen Wirtschaftsparlamentes der WKÖ nahm Generalsekretärin Anna Maria Hochhauser zum Anlass, um einen Überblick über die Tätigkeiten und Erfolge der Wirtschaftskammer im interessenspolitischen Bereich zu geben. In vielerlei Hinsicht sei es gelungen, die Rahmenbedingungen für Unternehmen in den letzten viereinhalb Jahren zu verbessern, betonte Hochhauser und verwies unter anderem auf die heuer erfolgte Senkung der Lohnnebenkosten, die eine Trendwende eingeläutet hat, den Handwerkerbonus, aber auch die thermische Sanierung. "Diese 400 Millionen Euro umfassende Förderung hat gut gegriffen, daher werden wir uns auch hier für eine Fortsetzung stark machen", unterstrich die WKÖ-Generalsekretärin.

Aktiv in Verhandlung ist die WKÖ auch für eine Fortführung der Internationalisierungsoffensive "go international" zur Exportunterstützung, die im Frühjahr 2015 ausläuft. Hochhauser: "Wir setzen uns dafür ein, dass es zu einer Fortführung dieser Initiative als Dauermaßnahme kommt und die Mittel aufgestockt werden". Als weiteren wichtigen Erfolg des Hauses nannte Hochhauser, dass für die Industrie Gratiszertifikate durch einen Beschluss auf europäischer Ebene bis 2020 garantiert sind.

EU-Klimaziele: Schutz der Industrie berücksichtigt

"Immer herausfordernder und aufwändiger wird die Interessenvertretung auf europäischer Ebene", erläuterte Hochhauser. Ein Schwerpunktthema waren 2014 die EU-Klima- und Energieziele bis 2030. Hier hat die WKÖ immer vor überzogenen Zielsetzungen gewarnt, die dem europäischen Wirtschaftsstandort schaden könnten. "Die Reduktionsverpflichtung von minus 40% wurde beim EU-Gipfel zwar beschlossen, aber auch unser zentrales Anliegen aufgenommen:
Schutzmaßnahmen für die Industrie zur Verhinderung von Abwanderungsgefahr wurden klar als Ziel festgelegt."

Derzeit arbeite man aktiv an der Umsetzung der Beschlüsse mit. In einem ähnlichen Themenfeld, bei der Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes, ist die WKÖ auch gerade intensiv tätig. Hochhauser: "Wir brauchen hier faire Spielregeln für die betroffenen Betriebe, teure Ausgleichszahlungen gilt es zu verhindern."

Normung: Refundierungsmodell der WKÖ soll beibehalten werden

Ein wichtiger Einsatzbereich für die WKÖ im Inland ist die Normung. "Die WKÖ fordert seit jeher einen kostenlosen Zugang zum Normenschaffen, insbesondere für KMU, sowie einen erleichterten Zugang zu Normen - insbesondere zu verbindlich erklärten", so Hochhauser. Daher hat die WKÖ das Austrian Standard Institute (ASI) in den letzten Jahren auch finanziell unterstützt, zuletzt mit 400.000 Euro. Da diese Förderung dennoch nicht ausreichte, ist die Wirtschaftskammer dazu übergegangen, den Betrieben ihren ASI-Beitrag zu erstatten (je 450 Euro). Diese Rückerstattung soll auch 2015 weitergeführt werden.

Agenda 2015: Wachstum, Beschäftigung, Fachkräfte, Entlastung, Internationalisierung

Vor dem Hintergrund der eingetrübten Konjunkturprognosen legt die Wirtschaftskammer im Rahmen ihres Arbeitsprogrammes "Agenda 2015" den Fokus auf die Förderung von Maßnahmen zur Belebung von Wachstum und Beschäftigung, aber auf die Realisierung von Entlastungspotenzialen für Unternehmen. Weitere Einsatzschwerpunkte sind die Mobilisierung von Fachkräften, die Stärkung von Bildung und Internationalisierung. Vor diesem Hintergrund betonte Hochhauser, dass auch die Wirtschaft eine Steuerreform unterstütze - "mit einem klaren Nein zu neuen Steuern und Steuererhöhungen. Dabei wehren wir uns dagegen, dass Unternehmer immer wieder unter Generalverdacht gestellt werden, Stichwort Steuerhinterziehung, Stichwort Registrierkassenpflicht".

Auch für die nächste Funktionsperiode des Wirtschaftsparlamentes wurde schon begonnen, das Programm "Zukunft I Wirtschaft 2015-2020" zu erarbeiten, gab Hochhauser einen Ausblick. Ihr Fazit: Das WKÖ-Präsidium, Funktionärinnen und Funktionäre, Kolleginnen und Kollegen auf Landesebene und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus der Wirtschaft selbst hätten auch heuer gut zusammengearbeitet und viel erreicht. "2014 war mit Sicherheit erneut ein schwieriges Jahr und die Herausforderungen der Zukunft sind enorm, in gemeinsamer und bewährter Vorgangsweise aber bewältigbar." (PM)

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