WB-Nocker-Schwarzenbacher/Wirtschaftsparlament V: Familiäre Hilfe in Familienbetrieben ist keine Schwarzarbeit

Unentgeltliche familiäre Mittätigkeit - Keine weiteren Anzeigen wegen "Schwarzarbeit" - Familienbetriebe stärken

Wien (OTS) - "Die heimische Hotel- und Gastgewerbe-Branche besteht zum Großteil aus klein- und mittelständischen Familienbetrieben. Die Mittätigkeit von Familienmitgliedern als Aushilfe auf unentgeltlicher Basis soll nicht kriminalisiert werden. Immer öfter wird bei diesen kurzzeitigen Aushilfen in der Familie ohne Dienstverhältnis bei Überprüfung durch Gebietskrankenkassen und Finanzpolizei 'Schwarzarbeit' angezeigt. Diese Situation ist untragbar und gefährdet die traditionellen Strukturen in den Familienbetrieben", warnte Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus, im heutigen Wirtschaftsparlament. Im Rahmen eines entsprechenden Wirtschaftsbund-Antrages werden die Behörden daher aufgefordert, in Zukunft unter der Rechtsvermutung zu handeln, dass bei der unentgeltlichen Mittätigkeit der Familie kein Dienstverhältnis besteht und nicht umgekehrt. Der Wirtschaftsbund-Antrag wurde von allen Fraktionen angenommen - mit Ausnahme der Grünen Wirtschaft, die den Antrag mit der Begründung ablehnte, dass es besser wäre solche Gasthäuser (familiengeführt) zu schließen. ****

In Familienbetrieben sei es selbstverständlich, rasch einmal auszuhelfen, wenn "Not am Mann" ist, weil zum Beispiel zwei Reisebusse vor der Tür stehen oder eine große Hochzeitsfeier zu bewältigen ist. Nocker-Schwarzenbacher: "Dass dies Aushilfe unentgeltlich sein muss, das ist uns klar. Aber ein Mittagessen oder ein Getränk während der Aushilfe darf nicht als Entgelt gewertet werden." Nocker-Schwarzenbacher kündigte dazu an, die Betriebe mit Information und vorgefertigten Formularen zu unterstützen, die den Behörden bei einer Prüfung zur Dokumentation vorgelegt werden können. "Familiäre Hilfe in Familienbetrieben ist keine Schwarzarbeit! Alles, was mithelfende Familienmitglieder schon a priori kriminalisiert, gehört so schnell wie möglich beseitigt", betonte Nocker-Schwarzenbacher.

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