Zivildienst: Retter der Wehrpflicht, und jetzt droht schon der Sparstift? Drohende Freifahrt-Kürzungen sind inakzeptabel!

Gottfried Hirz, Klubobmann der Grünen OÖ,ruft Innenministerium auf, Finanzierung des Gratis-Öffi-Tickets für Zivildienstleistende sicherzustellen!

Linz (OTS) - Österreichs Zivildiener bekommen seit sieben Jahren eine spezielle ÖBB-Vorteilscard während ihres Zivildiensts bzw. der Wehrpflicht. Sie haben damit die Möglichkeit, kostenlos das ÖBB-Angebot in Österreich zu nutzen. Pro Jahr nutzen ca. 8.000 Zivildiener dieses Angebot. Derzeit verhandelt das Innenministerium mit den ÖBB über neue Verträge zur Verlängerung dieser Angebote, speziell bei den Verhandlungen über die künftige Freifahrt für Zivildiener ist derzeit keine Einigung in Sicht. Damit droht mit Jahreswechsel den Zivildienern bei ohnehin knappen Budget empfindliche Kostenerhöhungen!

Für den Klubobmann und Zivildienst-Sprecher der Grünen OÖ, Gottfried Hirz, ist ein drohendes Auslaufen der Freifahrt für Zivildiener völlig inakzeptabel: "Anfang 2013 wurde eine Volksbefragung über die Abschaffung der Wehrpflicht in Österreich durchgeführt. Es war der für die Gesellschaft so bedeutende Zivildienst, der für viele Österreicher ausschlaggebend für den Erhalt der allgemeinen Wehrpflicht und damit des Zivildienstes war. Seitens der ÖVP wurde immer wieder betont, wie wichtig der Zivildienst sei und dass die Rahmenbedingungen für Zivildienstleistende künftig verbessert werden müssen. Die Zivildiener wurden von der ÖVP benutzt, um die Wehrpflicht-Abstimmung zu ihren Gunsten zu lenken. Es wäre also ein Treppenwitz der Geschichte, sollte das Innenministerium aus Kostengründen nun keine vernünftige Finanzierungslösung mit den ÖBB finden und damit eine massive finanzielle Schlechterstellung der jungen Männer herbeiführen. Das ist nicht hinzunehmen", so Hirz.

Bisher bekam die ÖBB pro Jahr ca. 200.000 Euro für die Freifahrt für Zivildiener von Innenministerium zur Verfügung gestellt. Das sind nur wenige Euro pro Zivildienstleistenden. "Ich kann die ÖBB verstehen, wenn sie nun im Zuge des Auslaufens der Verträge und neuer Verhandlungen auch eine Neuverhandlung der Beiträge von Ministerium einfordert", so Hirz.

"Es ist nun das Ministerium gefordert, die Finanzierung der Gratis-Tickets für Zivildienstleistende sicherzustellen. Es ist völlig unverständlich, warum gerade bei jungen Menschen, die ohnehin entscheidende und nicht aufzuwiegende Beiträge für unsere Gesellschaft leisten, der Sparstift angesetzt werden soll. Eine Schlechterstellung für unsere Zivildiener ist auf keinen Fall akzeptabel!", so Hirz.

Hirz ruft dabei auf, die Petition des VCÖ gegen die Abschaffung der "VorteilsCard Zivildienst" zu unterschreiben, Druck auf das Innenministerium auszuüben, um noch vor Jahreswechsel eine Lösung im Interesse der Zivildiener herbeizuführen.
http://www.vcoe.at/de/vcoe-unterstuetzen/vcoe-initiative-vorteilscard-fuer-zivildiener

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