SP-Landtag - Czernohorszky/Gáal: Kinderrechte sind Grundrechte

Kein Kind darf - egal aus welchen Gründen - benachteiligt werden

Wien (OTS/SPW-K) - "Genau vor 25 Jahren wurde von der UN-Vollversammlung die Kinderrechtskonvention beschlossen. Zum allerersten Mal in der Geschichte wurden damit Kinder und Jugendliche als eigenständige Rechtssubjekte wahrgenommen. Das Recht auf Mitbestimmung. Das Recht, seine Meinung zu äußern, sich zu versammeln. Das Recht auf Eltern, das Recht auf Bildung, auf gewaltfreie Erziehung. Das Recht auf Gesundheit, auf Schutz vor Ausbeutung. Kurz: jene Rechte, die Kinder brauchen, damit es ihnen gut geht. so der SP-Kindersprecher und Landtagsabgeordneter Jürgen Czernohorszky in der heutigen aktuellen Stunde im Wiener Landtag zum Thema "25 Jahre Kinderrechte - Wien lebt sie und schützt unsere Kinder".

Und weiter: "Es ist ein gelungener Geburtstag geworden. Viel ist passiert. Einiges hat sich sogar unmittelbar um dieses Jubiläum herum verbessert. Etwa die Tatsache, dass der Nationalrat bei einer Enquete zum ersten Mal Kinder als ExpertInnen eingeladen und gehört hat. Wir freuen uns über Fortschritte, wir feiern Jubiläen, aber zufrieden sind wir nicht. Kinderrechte sind Grundrechte", verdeutlichte der Politiker und verwies in diesem Zusammenhang auf die Bemühungen der Stadt Wien: "Ich bin stolz darauf, dass wir in Wien in vielen Bereichen sehr engagiert an den vielen Baustellen zur Umsetzung aller Kinderrechte arbeiten. Bei der Armutsbekämpfung zum Beispiel, durch die erhöhte Mindestsicherung, den beitragsfreien Kindergarten, durch den Kulturpass, den Gratiseintritt in Museen, durch die Elternberatung und vieles mehr. Bei den Bildungschancen für alle Kinder zum Beispiel, durch unseren Einsatz für eine gemeinsame Schule, den Ganztagsschulausbau und ein flächendeckendes Kindergartenangebot."

"Kinder und Jugendliche können heute nicht mitreden. Bei der parlamentarischen Enquete zum Thema Kinderrechte haben viele junge Leute sehr viele mutige und kluge Dinge angesprochen, die uns PolitikerInnen Auftrag und Diskussionsanstoß sein sollten. Warum musste der 16-jährige Rollstuhlfahrer Benjamin Kasper aus Oberösterreich in der weiterführenden Schule in den EDV-Zweig gehen, obwohl er eigentlich Medizintechnik machen wollte? Weil die Werkstatt nicht barrierefrei war! Eine weitere Jugendliche erinnerte daran, dass die 'Gsunde Watschn' nie gesund ist, dass sie Kindern schadet und sie warnte vor jeder Form von Gewalt an Kindern, die immer seelische Schäden hinterlässt", schloß Czernohorszky

Kinder haben Recht auf ein geborgenes, sicheres Leben

"Jedes Kind in Österreich hat ein Recht darauf, in Geborgenheit und Sicherheit leben zu können" , stellte Gemeinderätin Kathrin Gáal in der heutigen klar und betonte: "Österreich hat diese Rechte in der Verfassung verankert und dadurch mehr als nur ein gesellschaftspolitisches Signal gesetzt - Österreich nimmt dadurch international eine Vorreiterrolle ein, denn leider gibt es auch in der EU noch Länder, die diese Rechte nicht in ihre Verfassung aufgenommen haben. Ich bin daher froh, dass im EU-Parlament heute eine Resolution beschlossen werden soll, die ein Gewaltverbot an Kindern und Jugendlichen in allen Ländern der europäischen Union gesetzlich verankern wird."

"Hilflosigkeit vonseiten der Eltern führt oft zu Wut. Doch diese Wut darf niemals an Kindern ausgelassen werden", so Gáal und verweist in dem Zusammenhang auf die MA 11: "Hier werden Eltern, die Hilfe brauchen, unterstützt. Die MA 11 bietet ein umfassendes Service in allen Fragen, die Familien mit Kindern betreffen." Weiters bietet die Stadt Wien von Internetberatung über psychologische Betreuung bis hin zu der Kinder- und Jugendanwaltschaft Betroffenen Hilfe in allen Belangen, so Gaal.
"Jedes Kind hat das Recht auf gleiche Chancen. Wir dürfen Gewalt an Kindern niemals hinnehmen", schließt Gáal ihre Rede.

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