Schultes: Erkennbare Qualität, zufriedene Kunden, erfolgreiche Märkte

Bürokratische Hürden beseitigen, um Exporte rasch in Schwung zu bringen

Wien (OTS) - "Qualität ist unsere Stärke, Billigprodukte sind nicht unser Revier. Unsere Landwirtschaft und unsere Verarbeitungsbetriebe sind im internationalen Vergleich klein, aber fein. Sie gehören zu den Besten der Welt und bedienen qualitätsbewusste Kunden. Das zeigen auch die Exporterfolge, beispielsweise bei Milch- oder Fleischprodukten, bei Gemüse, Wein und Saatgut. Putins aggressive Politik hat Europas Märkte und somit auch die Bauern in Bedrängnis gebracht. Nun ist die EU aufgerufen, ihre Sicherheitsnetze zu adaptieren, um Druck aus den Märkten zu nehmen und Exportinitiativen tatkräftig zu unterstützen. Daheim brauchen wir rasch Hilfen für die Kunden, damit sie d'rauf schauen können, wo's herkommt. So wird Qualität sichtbar", stellte der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Hermann Schultes, im Rahmen der Welser Messe fest. Er ergänzte: "Erkennbare Qualität bringt zufriedene, treue Kunden; im Supermarkt, im Restaurant oder im Export. Das stärkt den Standort Österreich und sichert Arbeitsplätze."

Vier Wegweiser zur Qualität

"Das AMA Gütesiegel und das AMA Biosiegel sind die Leuchttürme, die zur kontrollierten Qualität führen und den Konsumenten die Entscheidung erleichtern. Da erwarten wir uns von unseren Partnern auch Wertschätzung für diese Spitzenqualität. Denn Wertschätzung bringt Wertschöpfung. Diese sichert den heimischen Erzeugern das Überleben und den heimischen Konsumenten heimische Qualität. Die Alternative heißt Billigimporte mit Niedrigstandards aus aller Welt", so Schultes weiter.

"Im kommenden Frühjahr tritt EU-weit die Fleischkennzeichnung in Kraft. Das schafft die Voraussetzung dafür, die Fleischherkunft auch auf die Speisekarte schreiben, wie dies die Schweiz schon länger praktiziert. Denn die Gäste haben ein Recht darauf zu wissen, woher ihr Schnitzel stammt", verlangt Schultes die rasche Umsetzung der Kennzeichnung in der Gastronomie nach Schweizer Vorbild für Fleisch und Eier.

"Die neue EU-Vergaberichtlinie gibt uns die Chance, beim Lebensmitteleinkauf für Regierungsgebäude, Schulen, Internate, Kasernen, Krankenhäuser, Pflege- oder Altersheime den Best- statt den Billigstbieter zu nehmen. Das heißt, dass ökologische Kriterien, wie kurze Transportwege oder nachhaltige Produktion, in der Ausschreibung berücksichtigt werden können. Das verhindert, dass es zwei Klassen von Konsumenten gibt: Jene, die sich die hervorragende heimische Qualität aussuchen können und jene, denen in der Gemeinschaftsverpflegung von geizigen Einkäufern billige Importware vorgesetzt wird", ergänzt Schultes.

"Die beiden Label 'Geschützte geographische Angabe' und 'Geschützte Ursprungsbezeichnung', die die EU für regionale Lebensmittelspezialitäten vergibt, verwenden Exporteure als Visitenkarte und Eintrittstickets auf internationalen Märkten. Diese Zeichen sind gleichzeitig ein wirksamer Kopierschutz, denn die Produktpiraterie macht auch vor Lebensmitteln nicht Halt. In Österreich aber verhindert eine komplizierte Bürokratie die Verwendung dieser Siegel, wie der Vergleich zeigt: Österreich schützt 14 Produkte, Frankreich 219, Italien 266, selbst Portugal 100. Wir verlangen daher eine einzige Behörde für Eintragung und Kontrolle; heute sind vier zuständig", fordert Schultes und fasst abschließend zusammen: "Schau d'rauf, wo's herkommt! funktioniert nur, wenn Qualität auch sichtbar ist. Daher müssen all diese Schritte rasch umgesetzt werden".
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