FPÖ-Kappel: Unterernährung von Kindern eine humanitäre Schande

Nachhaltige Entwicklungshilfe ist Investition in Weltfrieden

Wien (OTS) - Die freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel bezeichnet die weltweite Unterernährung, vor allem von Kindern, die heute im Plenum des Europaparlaments thematisiert werde, als humanitäre Schande und fordert nachhaltige Konzepte zu deren Bekämpfung. Dabei handle es sich um lohnende Investitionen in Weltfrieden und wirtschaftliche Prosperität, zumal sie zum Abbau von Konflikten, Armut und sozialen Spannungen beitrügen.

"805 Millionen Menschen sind laut Weltgesundheitsorganisation 2014 unterernährt, mehr als zwei Milliarden Menschen leiden unter verborgenem Hunger, das heißt, sie nehmen zu wenig Vitamine und Nährstoffe zu sich", zitiert Kappel eine aktuelle Statistik und präzisiert weiter: "Über 165 Millionen Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. 2,6 Millionen Kinder sterben jährlich an Unterernährung." Das bedeute nicht nur eine menschliche Tragödie, sondern habe auch unmittelbare wirtschaftliche Folgen und negative Auswirkungen auf den Weltfrieden. Denn mangelnde Ernährung in der Kindheit schränke die Arbeits- und geistige Aufnahmefähigkeit dauerhaft und irreparabel ein, führe zu einem Leben in Armut und Perspektivlosigkeit. Letztere bilde wiederum den Nährboden für soziale Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen.

"Es gilt daher, diesen Teufelskreis dauerhaft zu durchbrechen", folgert die freiheitliche EU-Abgeordnete. "Dabei reicht es nicht, die betroffene Bevölkerung mit Nahrungsmitteln zu versorgen." Das sei nur ein Tropfen auf den heißen Stein und bedeute Symptom-, nicht Ursachenbekämpfung. Man müsse vielmehr "Hilfe zur Selbsthilfe" anbieten, so Kappel, und Anreize zur Überwindung "systemischer Probleme" schaffen. Die freiheitliche Mandatarin plädiert dafür, den von der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Mangelernährung bereitgestellten Betrag in Projekte zu investieren, die den Menschen vor Ort das Wissen über Anbautechniken vermitteln und die Produktivität in der Landwirtschaft erhöhen.

Nur eine nachhaltige Selbstversorgung und ein effizienterer Einsatz von EZA-Mitteln könne das Problem der Unterernährung an der Wurzel bekämpfen, betont Kappel. Mit der Beseitigung des millionenfachen Leids, das aus gebrochenen Kinderherzen spricht, würde Europa nicht nur seiner humanistischen Sendung gerecht, sondern auch ganz pragmatisch handeln. Denn die solcherart getätigten Investitionen erwiesen sich als äußerst lohnend. Die Geberländer erhielten wichtigen Zugang zu künftigen Rohstoffen, und ein sozial stabiles Umfeld böte die beste Voraussetzung für eine prosperierende Weltwirtschaft - und die Sicherung des Weltfriedens", so Kappel resümierend.

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