Weidenholzer und Kinderfreunde: Europa muss zur Kinderschutzzone werden

Anlässlich 25 Jahre UN-Kinderechtskonvention und Kinderrechte-Resolution im EU Parlament wollen Weidenholzer und Kinderfreunde die Kinderrechte-Arbeit stärken

Wien (OTS/SK) - "Kinder haben ein Grundrecht auf gewaltfreie Erziehung und auf elterliche Fürsorge", sagt Josef Weidenholzer anlässlich der heute anzunehmenden Resolution des EU-Parlaments zum 25. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Mit dem 7-Fraktionen-Antrag fordert das EU-Parlament die Mitgliedstaaten dazu auf, Gewalt in der Kindererziehung gesetzlich zu verbieten und zu sanktionieren. "Es ist eine Schande, dass es immer noch 10 EU-Mitgliedstaaten gibt, die das Gewaltverbot nicht per Gesetz festschreiben", so der sozialdemokratische Menschenrechtssprecher Weidenholzer. "Neben einer klaren Rechtslage braucht es aber auch begleitende und öffentlichkeitswirksame Kampagnen in ganz Europa. Die Arbeit, wie sie etwa in Österreich von den Kinderfreunden verrichtet wird, hat einen immensen Mehrwert", so der SPÖ-EU-Abgeordnete am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Bei der gestrigen Aussprache im Plenum des EU-Parlaments in Straßburg machte Weidenholzer klar: "Eine Ohrfeige kann niemals gesund sein. Gewalt an Kindern ist ein Verbrechen an wehrlosen Menschen und an deren Zukunft!"

Ins gleiche Horn stößt Christian Oxonitsch, Bundesvorsitzender der Österreichischen Kinderfreunde: "Es braucht eine gesetzliche Verankerung der Kinderrechte in allen europäischen Staaten. Gleichzeitig ist zivilgesellschaftliches Engagement zur Umsetzung und zur Information der Kinder notwendig, denn die besten gesetzlich verankerten Rechte bringen nichts, wenn die Kinder selbst nichts davon wissen." Die Kinderfreunde waren in den letzten 25 Jahren VorreiterInnen im Kampf für die Kinderrechte in Österreich: "Als wir begonnen haben, von Kinderrechten zu sprechen, wurden wir noch belächelt. Heute sind die Kinderrechte im Bewusstsein der Menschen angekommen, auch wenn noch viel zu tun ist. Jetzt gilt es, die Kinderrechte in ganz Europa umzusetzen", so Oxonitsch. (Schluss) bj/mp

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