AK Appell an Länder: Wohnbaugelder warten nur darauf, abgeholt zu werden!

Wien (OTS) - "Den Menschen, vor allem den jungen, brennen die hohen Wohnkosten unter den Nägeln", sagt AK Präsident Rudi Kaske. "Wien hat gestern eine Fortsetzung der Wohnbauinitiative mit zusätzlichen 100 Millionen Euro beschlossen und als einziges Land angekündigt, die von der Regierung bereitgestellten Wohnbaugelder aus dem Konjunkturpaket abzuholen", begrüßt Kaske. "Ich fordere die anderen Länder ebenfalls auf, die Wohnbaugelder aus dem Konjunkturpaket abzuholen, um leistbare Wohnungen bereitzustellen."

"Es muss an mehreren Schrauben gedreht werden, um die Wohnkosten zu senken. Wir brauchen eine Offensive im Wohnbau und eine große Reform im Mietrecht, damit Wohnen billiger wird und die Menschen das auch spüren", bekräftigt Kaske.

Die Ballungszentren wachsen in den nächsten Jahren stark an. Graz beispielsweise wächst relativ gesehen sogar noch stärker als Wien. Auch im Ballungsraum Innsbruck und rund um Bregenz, Dornbirn und Feldkirch ist mit verstärktem Zuzug zu rechnen. Folglich ist ein entsprechendes Angebot von leistbaren Wohnungen erforderlich.
"Es ist richtig und wichtig, dass Wien jetzt zusätzlich 100 Millionen für mehr leistbare neue Wohnungen bereitstellt", sagt Kaske. Wien hat auch angekündigt, die von der Regierung bereitgestellten Mittel aus dem Konjunkturpaket abzuholen. Von den im Regierungsübereinkommen ursprünglich vereinbarten 276 Millionen Euro gibt es nur mehr maximal 180 Millionen. "Dem Wiener Beispiel müssen auch die anderen Bundesländern folgen", so Kaske.

Die AK verlangt, dass bei den im März 2015 beginnenden Verhandlungen für den neuen Finanzausgleich die Wohnbauförderung und Rückflüsse aus den Wohnbauförderungsdarlehen wieder fürs Wohnen eingesetzt werden. Sie müssen also wieder zweckgebunden und die Zuschüsse des Bundes an die Länder auch an die Teuerung angepasst werden. Das muss im neuen Finanzausgleich gesetzlich festgeschrieben werden. "So können wieder mehr leistbare Wohnungen gebaut werden, die dringend gebraucht werden", betont Kaske. "Immerhin heißt mehr geförderter Wohnbau mehr leistbare Wohnungen und mehr Arbeitsplätze", so Kaske. "Und das kurbelt auch die Wirtschaft an."

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