FPÖ-Leyroutz: Parteiübergreifender Ärztegipfel soll SPÖ Neiddiskussion beenden

Lösungsvorschlag der Ärztekammer liegt am Tisch

Klagenfurt (OTS) - "Es ist absurd, wenn ausgerechnet die SPÖ über Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitssituation von Ärztinnen und Ärzten in den Kabeg Spitälern spricht. Seit Jahrzehnten wird die Gesundheits- und Spitalspolitik in Kärnten von der SPÖ dominiert und sie hätte daher mehr als genug Zeit und Gelegenheit gehabt. Es wird hier eine großangelegte Neiddiskussion geführt und versucht Ärzte gegen Patienten und Patienten gegen Ärzte auszuspielen", kritisiert heute der Klubobmann der Freiheitlichen, Mag. Christian Leyroutz, im Zuge der Aktuellen Stunde im Kärntner Landtag. Das Gesundheitssystem in Kärnten ist akut gefährdet und der Gesundheitsstandort Kärnten leidet nun aufgrund dieses unverantwortlichen Vorgehens unter einem Vertrauensmangel.

Kärnten hat österreichweit mit Abstand am wenigsten Spitalsärzte je Bett, nämlich 330 je 1000 Betten. Wien hat mit 560 um 60 Prozent mehr. "Wir haben hier also von Haus aus eine Mangelsituation, die nur dadurch kompensiert wurde, dass hunderte Spitalsärzte Überstunden en Masse gemacht haben", erklärte Leyroutz. Dies ist jetzt jedoch nicht mehr zulässig, da der Gesetzgeber die Arbeitszeit der Ärzte verkürzt. Dass die EU-Regelung der Arbeitszeit umzusetzen ist, wissen Kaiser und Prettner nicht erst seit heute. Dies ist bereits seit Jahren bekannt.

Leyroutz verurteilt im Konflikt um die Ärztegehälter die Manipulation mit Zahlen des Landes. Die Ärztekammer hat klar aufgeführt, dass eine faire Umrechnung des steirischen Modells auf Kärnten nicht 13,5 sondern 15,2 Millionen Euro ergeben würde. Weiters sollten die vom Land angebotenen 13,5 Millionen Euro voll in das Grundgehalt einfließen, tun sie aber nicht, weil diese Dienstgeberbeiträge und andere Lohnbestandteile enthalten, die aber in Zukunft (Überstunden) reduziert werden sollten. "Ein funktionierendes Gesundheitssystem, motivierte Ärzte müssen uns etwas wert sein, denn wir können uns eine weitere Abwanderung nicht leisten", bekräftigt Leyroutz. Aus diesem Grund wird die Kärntner FPÖ einen Dringlichkeitsantrag einbringen, welcher die Forderung eines "Ärztegipfels" vorsieht, bei dem lösungsorientierte Konzepte hinsichtlich der Arbeitssituation der Ärztinnen und Ärzte in Kärnten erarbeitet und die bestehenden Mängel schonungslos dargelegt werden.

"Die SPÖ hat die Ärzte zu "Wut-Bürgern" gemacht, obwohl wir hier einen Konsens brauchen würden. Soweit hat die SPÖ es mit ihrer Politik gebracht. Was heute hier veranstaltet wird ist Schönfärberei und Realitätsverweigerung. Die bittere Wahrheit wird sie schneller einholen als ihnen lieb ist, aber zu spüren bekommen werden das Tausende Patienten in Kärnten", schließt Leyroutz.

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