BAK Hauptversammlung (4): Bonus-Malus-Modell rasch umsetzen

Wien (OTS) - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ab dem 55. Lebensjahr sind eine der vom anhal-tenden Anstieg der Arbeitslosigkeit am stärksten betroffenen Gruppen - in dieser Gruppe ist die Arbeitslosigkeit im Halbjahresvergleich 2013 und 2014 um 82 Prozent gestiegen und liegt derzeit bei rund 40.000 Betroffenen. Für die Hauptversammlung der Bundesar-beitskammer ist daher die Verbesserung der Beschäftigungschancen für diese Gruppe vordringlich und daher die Weiterführung des "Beschäftigungsprogrammes für Ältere" der Bundesregierung über das Jahr 2016 hinaus notwendig. Auch ein wirksames Bonus-Malus-Modell kann die Chancen für die Älteren auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Die Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer fordert in einem (einstimmigen) Beschluss die rasche Umsetzung des im Regierungsprogramm vorgesehenen Bonus-Malus-Modells.

Die Daten des Hauptverbandes zeigen, dass rund 20 Prozent der Betriebe mit mehr als 25 Beschäftigten im Jahresdurchschnitt nicht einmal eine einzige Person über 55 Jahren im Jahresdurchschnitt beschäftigen - und zwar unabhängig von der Branche, in der sie tätig sind. Gleichzeitig zeigen diese Analysen, dass es in allen Branchen Unternehmen dieser Größe gibt, die überdurchschnittlich viele ältere ArbeitnehmerInnen beschäftigen.

Vor diesem faktischen Hintergrund muss daher ein Bonus-Malus-Modell realisiert werden, das - so wie im Regierungsübereinkommen vorgesehen - dafür sorgt, dass die Beschäftigung Älterer in allen Unternehmen ab 25 ArbeitnehmerInnen steigt und das Trittbrettfahren eines doch erheblichen Teils größerer Unternehmen beendet wird.

Ebenso wenig sind Ansätze zur Steigerung der Beschäftigung Älterer geeignet, die wegen des wieder vorgebrachten Argumentes "ältere ArbeitnehmerInnen sind zu teuer" auf eine "Verflachung der Einkommensverläufe" etwa durch Umschichtungen bei den Sozialabgaben zwischen Jung und Alt zielen. Sie gehen - so die Hauptversammlung -an der Realität vorbei, lediglich nur bei einem Viertel der Beschäftigten steigen die Einkommen durch das Lebensalter. Das sogenannte "Senioritätsprinzip" trifft insbesondere auf jene auf dem Arbeitsmarkt nicht zu, die eher gering qualifiziert oder gesundheitlich beeinträchtigt sind.

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