Tagung Alkoholsuchtprävention im Rahmen von "Alkohol 2020"

Renommierte PräventionsexpertInnen präsentierten zeitgemäße Praxisansätze und Strategien der Alkoholsuchprävention

Wien (OTS) - "Alkohol - Praxisansätze und wirksame Strategien der Suchtprävention" war der Titel der heurigen Fachtagung des Instituts für Suchtprävention (ISP) am 26. November in der Wiener Urania. Renommierte ExpertInnen aus dem deutschsprachigen Raum berichteten aus ihren aktuellen Arbeits- und Forschungsschwerpunkten und diskutierten die verschiedensten Aspekte mit dem Publikum.

Wienweit gibt es zwischen 35.000 und 75.000 alkoholkranke Menschen. "Alkoholprobleme können jeden Menschen betreffen. Mit Suchtprävention können die oft schwerwiegenden Auswirkungen von gesundheitsschädigendem Alkoholkonsum und Abhängigkeitserkrankungen frühzeitig verhindert werden", unterstreicht die Wiener Gesundheits-und Sozialstadträtin Sonja Wehsely die Bedeutung der Veranstaltung.

"Alkoholsuchtprävention ist ein zentraler Baustein von ,Alkohol 2020'", so der Koordinator für Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien Michael Dressel. "Mit der Tagung haben wir gleich zu Beginn des Projektes sowohl ExpertInnen zum Thema Alkohol als auch PraktikerInnen und strategisch Verantwortliche erreicht", so Dressel weiter.

Bei der Veranstaltung wurden verschiedene Aspekte zum Thema Alkohol beleuchtet, unter anderem gab es Vorträge, Inputs und Diskussionen mit einem kritischer Blick auf die Alkoholpolitik in Europa und den Strategien in anderen europäischen Städten, zur Wirksamkeit in der Alkoholsuchtprävention, zu Alkohol am Arbeitsplatz, Gendersensible Suchtprävention, Kinder aus suchtbelasteten Familien und Erfolgskriterien schulischer Suchtprävention.

"In der Suchtprävention geht es darum, die Menschen dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Nicht immer ist es Betroffenen gleich möglich, ein schädigendes Verhalten im Sinne von Abstinenz aufzugeben", sagt der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Suchtprävention Artur Schroers. "Das entspricht auch unserem Weg in Wien, das Abstinenzdogma aufzuweichen und nicht als Allheilmittel zu sehen", so Schroers weiter.

Rechtzeitig lösungsorientierte Maßnahmen setzen
Ein Schwerpunkt des ISP sind Maßnahmen für Jugendliche und junge Menschen. Prävention ist schon in der Jugend wichtig, denn alkoholbedingte Probleme im Erwachsenenalter sind bei einem problematischen Konsum in der Jugend absehbar.

"Es ist wichtig, qualitätsgesichert zu arbeiten, um mit einer vielschichtigen Thematik wie Alkohol umgehen zu können. Dazu orientieren wir uns an anerkannten wissenschaftlichen Standards, wissenschaftlicher, empirischer Forschung und praktischem Erfahrungswissen", bekräftigt die organisatorische Leiterin des ISP Lisa Brunner.

Prävention von Alkoholproblemen

Der Alkoholsuchtprävention kommt im Rahmen von "Alkohol 2020" große Bedeutung zu. Dazu zählt das neue Projekt "SUPstart -Alkoholsuchprävention für Lehrlinge", das seit Sommer 2014 in Lehrbetrieben umgesetzt wird. Bis 2020 werden bestehenden Maßnahmen ausgebaut und neue Maßnahmen entwickelt.

"Alkohol 2020" - Versorgung von Menschen mit einer Alkoholerkrankung Die Pensionsversicherungsanstalt (PVA), die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Stadt Wien werden bis 2020 Menschen mit einer Alkoholerkrankung mit am Bedarf der PatientInnen ausgerichteten Angeboten zukünftig besser als bisher unterstützen und haben im Rahmen der Gesundheitsreform ein neues Projekt ins Leben gerufen: "Alkohol 2020". Erstmals arbeiten die PVA, WGKK und die Stadt Wien als gemeinsame PartnerInnen in der Konzeption, Umsetzung und Finanzierung der Versorgung und Rehabilitation von Menschen mit einer Alkoholerkrankung in Wien zusammen.

Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien Das ISP ist die Landesfachstelle für Suchtprävention in Wien und das Kompetenzzentrum für suchtpräventive Aktivitäten. Aufgabe des ISP ist die Entwicklung, Koordination und Vernetzung der Suchtprävention in Wien. Für unterschiedliche Zielgruppen hat das ISP zahlreiche Angebote zur Förderung der Gesundheit und der Verhinderung einer Suchtentwicklung sowie zum frühzeitigen Erkennen von Suchtgefahren erarbeitet.

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Mediensprecherin StRin Mag.a Sonja Wehsely
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Sucht- und Drogenkoordination Wien
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Pressesprecherin und Öffentlichkeitsarbeit
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