BAK Hauptversammlung (1): Kaske: Her mit der Lohnsteuersenkung

Entlastung muss angesichts der flauen Wirtschaftslage Priorität haben

Wien (OTS) - AK Präsident Rudi Kaske fordert bei der Hauptversammlung der Bundesarbeitskammer eine rasche Lohnsteuersenkung, eine offensive Industriestrategie, verbesserte Rahmenbedingungen für ArbeitnehmerInnen und leistbares Wohnen.

In seiner Rede wies Kaske auf die mehr als 880.000 Unterschriften zur Kampagne "Lohnsteuer runter" hin, die Vertreter der Bundesarbeitskammer und des ÖGB der Bundesregierung übergeben haben. "Daran erkennt man, dass den Menschen dieses Thema unter den Nägeln brennt", so Kaske. Eine Lohnsteuersenkung müsse rasch umgesetzt werden, denn eine Belebung des Konsums ist angesichts der flauen Wirtschaftslage dringend nötig.

Ebenso wie eine Weiterentwicklung der Industrie in Österreich. Kaske verlangte eine offensive Industriestrategie für die gesamte industrielle Produktion in Österreich anstatt einer Fokussierung auf wenige internationale Leitbetriebe. Denn die Sicherung und der Ausbau eines starken industriellen Kerns seien wichtig für die zukünftige Entwicklung unseres Landes. Kaske: "Arbeitsplätze in der Industrie sind in der Regel besser bezahlt und zudem meist Vollzeitarbeitsplätze."

Gleichzeitig bedarf es laut Kaske angesichts der hohen Arbeitslosigkeit auch des Vorantreibens innovativer Formen der Arbeitszeitverkürzung - auch hier seien Teile der Industrie Vorreiter: "Ich denke hier an die Freizeitoption, die seit 2013 in einer Reihe von Kollektivverträgen Einzug gehalten hat und die von einem beträchtlichen Teil der Beschäftigten genutzt wird." Zusätzlich müsse auch über weitere Formen der Arbeitszeitverkürzung geredet werden - sei es der Überstunden-Euro oder das leichtere Erreichen der 6. Urlaubswoche für ältere Beschäftigte.

Zudem betonte der AK Präsident die Wichtigkeit des starken Sozialstaates: "Wir wollen gute Sozialleistungen für die Menschen in diesem Land. Deshalb sagen wir nein zu Kürzungen der Sozialversicherungsbeiträge. Dies würde nur zu niedrigen Pensionen, einem geringeren Arbeitslosengeld und Einschnitte beim Krankengeld führen."

Mehr Initiative wünschte sich Kaske auch beim Thema Wohnen. Erneut verlangte er eine Wohnbauoffensive, eine Reform des Mietrechtsgesetzes und ein Verbot von befristeten Mietverträgen. "Wohnen muss leistbar sein. Deshalb werde ich bei diesem Thema weiter Druck machen" schließt Kaske.

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