ÖGKV unterstreicht die Notwendigkeit der besseren Verankerung von Pflegekompetenzen in der Gesundheitsreform

Forderung nach angemessener Ausbildungsdauer für Pflegeassistenzberufe und Verordnungsermächtigung für den gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege

Wien, 27. November 2014 (OTS) - Für die Gesundheits- und Krankenpflegeberufe bringt die geplante Gesundheitsreform mit der vermehrten Übernahme von medizinischen Tätigkeiten einen enormen Arbeitszuwachs. Gleichzeitig ist eine umfassende Ausbildungsreform für Pflegeberufe in Vorbereitung deren wichtigster Eckpfeiler die generelle Überführung der Ausbildung für den Gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege an Fachhochschulen ist. Darauf haben sich Bund und Länder bereits geeinigt.

Weniger klar ist die Ausbildung der Pflegehilfsberufe - künftig Pflegeassistenzberufe - deren Aufgabenfeld in der Zukunft ebenso größer werden wird. Über den notwendigen Ausbildungsumfang für diese Pflegeberufe gibt es aber derzeit Auffassungsunterschiede.

"Es ist zu befürchten, dass genau hier der Sparstift angesetzt wird. Um die Gesundheitsversorgung im Krankenhaus und im ambulanten Bereich sicherzustellen sind jedoch die Personalschlüssel nach dem Bedarf an gut ausgebildetem Pflegepersonal in allen Ausbildungsstufen auszurichten", meint Ursula Frohner, Präsidentin des ÖGKV.

Seitens des Bundesministeriums für Gesundheit ist noch offen, welcher der momentan kursierenden Vorschläge gesetzlich definiert wird. Denn die Übernahme von Pflegehandlungen durch Pflegeassistenzberufe in den unterschiedlichen Versorgungsbereichen ist ebenso mit der entsprechenden Berufsausbildung abzusichern.

Darüber hinaus sind trotz Ausbildung für den Gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege auf Fachhochschulniveau wichtige Bereiche pflegerischer Tätigkeiten weiterhin limitiert und ärztlich dominiert.
Ein Beispiel dafür ist die Verordnungsermächtigung des Gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege für ausgewählte Medizinprodukte wie Verbandstoffe und Inkontinenzprodukte. Diese dürfte scheinbar wieder auf die lange Bank geschoben sein obwohl längst bekannt ist, welche positiven Effekte für die Betroffenen, beispielsweise bei der Versorgung chronischer Wunden, zu erzielen wären.

Der Österreichische Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV) hat diese Eckpunkte mehrfach bei den Verantwortlichen von Bund und Ländern deponiert und hofft dringend auf deren Beachtung bei allen Reformschritten.

Rückfragen & Kontakt:

Ursula Frohner, Präsidentin
Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV)
Wilhelminenstraße 91/IIe
1160 Wien
T:+43 1/ 478 27 10
office@oegkv.at
www.oegkv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKV0001