Maßnahmen für mehr Wachstum und Beschäftigung sind gefragt

RfW-Obmann Krenn: Regierung muss endlich aufwachen und handeln - Schenz/Liste Industrie: Lohnnebenkosten-Senkung und Arbeitszeitflexibilisierung nötig

Wien (OTS/PWK839) - Angesichts der enttäuschenden Konjunkturentwicklung, die der aktuelle Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) zutage befördert, ortete der Bundesobmann des Rings Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RfW) und Vizepräsident der WKÖ, Matthias Krenn, dringenden Handlungs- und Reformbedarf seitens der Regierung. "Alle durch den Wirtschaftsbarometer aufgezeigten Schwierigkeiten treffen unsere kleineren Betriebe bzw. Familienunternehmen am härtesten! Die Probleme sind aber seit langem bekannt. Es ist äußerst ärgerlich, dass die rot-schwarze Bundesregierung hier nicht in die Gänge kommt und ihre Reformtätigkeit - gemessen am Wirtschaftsbarometer -deutlich im negativen Bereich liegt! Die Steuer- und Abgabenquote steigt, Bürokratie wächst und die anderen Rahmenbedingungen verschlechtern sich zusehends", so Krenn.

"Wir brauchen endlich eine Bundesregierung, die die Anliegen der Unternehmerschaft ernst nimmt und nicht im "Parteiensumpf" untergeht! Unsere Betriebe schaffen mit ihren Mitarbeitern tagtäglich Arbeitsplätze, Wohlstand und soziale Sicherheit. Es muss Schluss sein, mit der unerträglichen Steuerabzocke, mit den Bürokratiefallen und dem parteipolitischen Klassenkampf sowie Klienteldenken!", so Krenn abschließend.

Richard Schenz, WKÖ-Vizepräsident von der Liste Industrie, wies auf die schwierige Lage der österreichischen Industrie hin, die in vielen Bereichen mit einer rückläufigen Entwicklung zu kämpfen hat. So lag der Produktionswert der Industrie im ersten Halbjahr 2014 mit 71,3 Milliarden Euro um 2,9 Prozent oder zwei Milliarden unter dem Vergleichszeitraum des ersten Halbjahres 2013. Das Auftragsvolumen sank insgesamt um zwei Prozent, jenes im Inland sogar um 6,9 Prozent (die Auftragseingänge aus dem Ausland blieben konstant). Der Beschäftigtenstand lag bei 395.000 - ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2013.

"Im Export waren wir zwar knapp positiv. Es wäre aber falsch daraus abzuleiten, dass wir konkurrenzfähig sind. Es kommt darauf an, zu welchem Preis die Betriebe exportieren können", betonte Schenz. Dass Österreich bei den Arbeitskosten seit 5 Jahren an der europäischen Spitze liegt, sei ein wichtiger hemmender Faktor für die österreichische Industrie. Hinzu kommen etwa auch Belastungen durch sehr hohe Umwelt- und Energiekosten. "Um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu erhöhen, ist eine Arbeitszeitflexibilisierung auf betrieblicher Basis notwendig. Und bei der Steuerreform wird eine Lohnnebenkosten-Senkung eine wesentliche Rolle spielen müssen", so Schenz abschließend. (SR)

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