Wir brauchen eine radikale Bildungsreform.

ÖH Salzburg begrüßt den Ruf der Industriellenvereinigung (IV) nach einer Bildungsrevolution.

Salzburg (OTS) - Die ÖH Salzburg unterstützt die Aufforderung der Industriellenvereinigung an die große Koalition, den sekundären Bildungssektor einer radikalen Änderung zu unterziehen.

"Tatsächlich brauchen wir eine Revolution in unserem Bildungssystem", bezieht sich Katharina Obenholzner (ÖH Vorsitzteam) auf die Aussage des IV-Präsidenten Georg Kapsch und erklärt: "Die bisherigen Veränderungen rund um die Schaffung der Neuen Mittelschule sind, obwohl sie freilich einen ersten wichtigen Schritt darstellen, eine kosmetische Behandlung des Status quo. Auch wenn wir nicht auf allen Ebenen mit den Eckpunkten des IV-Vorschlags konform gehen, beinhaltet dieser einige Forderungen, die von der Politik am besten schon gestern umgesetzt hätten werden müssen."

ÖH Salzburg sieht insbesondere in der Einführung einer öffentlichen gemeinsamen Ganztagsschule aller 5- bis 14-Jährigen die Grundlage dafür, dass negative Auswirkungen auf die Bildung aufgrund sozialer Herkunft zumindest strukturell eingedämmt werden können.

"Im Unterschied zum Hochschulsektor sind die staatlichen Ausgaben für Schulbildung überdurchschnittlich hoch, während die individuellen Leistungen der SchülerInnen in vielen Bereichen unterdurchschnittlich sind. Als einzige Erklärung dafür kann das Scheitern des derzeitigen Schulsystems gelten", meint Daniel Winter (ÖH Vorsitzteam) und ergänzt: "Was es braucht, ist eine effizientere und effektivere Nutzung der bestehenden budgetären Mittel. Diese kann weder durch Einsparungen, noch durch Schein-Reförmchen erfolgen."

Herrn Vizerektor Erich Müller (Anm.: Vizerektor für Lehre, Universität Salzburg), welcher sich öffentlich skeptisch über die Einführung einer gemeinsamen Schule äußerte und darin gar die Wurzel zunehmender sozio-ökonomischer Ungerechtigkeit verortet, entgegnet Dominik Gruber (ÖH Vorsitzteam): "Auch wenn der Faktor Lehrkraft extrem wichtig ist, braucht es ein funktionierendes Schulsystem, in dem nicht zwischen SchülerInnen differenziert wird, sondern den individuellen Fähigkeiten aller SchülerInnen. Nur in solch einer Schule kann es gelingen, SchülerInnen in ihren Schwächen zu fördern und sie in Bezug auf ihre Stärken zu fordern."

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