VP-Stiftner: "One Stop Shop" für kleine und mittlere Unternehmen zur Forschungsförderung

Wien (OTS) - Dass Wirtschaftspolitik nicht die Stärke dieser rot-grünen Stadtregierung sei, wirke sich leider auch auf die Wissenschafts- und Forschungspolitik in der Stadt aus, erklärte heute Gemeinderat Roman Stiftner anlässlich der Schwerpunktdebatte zum Thema "Wissenschaft und Forschung". Zahlreiche Indikatoren wie die Arbeitsmarktstatistik, die Zahl der angemeldeten Patente oder auch die Zahl der abgewanderten Betriebe würden belegen, wie wenig wirtschaftsnah die Forschungspolitik der Stadt Wien sei. Es handle sich dabei lediglich um einen "konzeptionellen Fleckerlteppich" und keine strategisch vernünftig ausgerichtete Politik. Der Aufbruch zur "Science City Wien" sei damit in weiter Ferne, so Stiftner.

Der Gemeinderat kritisierte, dass es nach wie vor keinen "One Stop Shop" in Wien gebe, um kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Forschungsförderungen zu erleichtern. Bei rund 20 Förderstellen in dieser Stadt mit sehr unterschiedlichen und komplexen Anforderungen seien viele kleine Unternehmen überfordert. Die Entwicklung einer zentralen serviceorientierten Förderstelle wäre durchaus auch eine Arbeit für den Wissenschaftsbeauftragten Van der Bellen gewesen. Stattdessen gebe es jedoch Dank ihm nun zwei statt einem Druckwerk zum Thema Wissenschaft in dieser Stadt. "Die grüne Regierungsbeteiligung hat damit zu weiteren Doppelgleisigkeiten geführt, statt diese einzudämmen", so Stiftner.

Ein erfolgreicher Wissenschaftsstandort brauche aber auch eine gute Infrastruktur. Zahlreiche Pläne der rot-grünen Stadtregierung für Technologie-Cluster seien jedoch mangels erfolgreicher Umsetzung in der Schublade verschwunden, so Stiftner. Als Beispiele nannte er unter anderem die Seestadt Aspern oder das Medienzentrum St. Marx, von dem lediglich ein "Torso" übrig geblieben sei. "Wenn die Hardware nicht funktioniert, kann auch die Software nicht funktionieren", so Stiftner. "Wien war einmal die Stadt der Nobelpreisträger. Wir müssen wieder die Infrastruktur für solche Ausnahmetalente schaffen. Wenn aber die Werkbank dazu verloren geht, verlieren wir auch als Wissenschafts- und Forschungsstandort", so Stiftner abschließend.

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