"Am Schauplatz" am 27. November: "Frauen unter Druck"

Zwischen Emanzipation, maximaler Alltagseffizienz und Erschöpfung

Wien (OTS) - Kinder, akademische Abschlüsse, Karriere, der perfekte Haushalt und auf ewig jung und schön sein. Frauen sollen heute alles können. Unter Druck werden immer neue Strategien entwickelt, um Tagesabläufe, Arbeitsschritte und Körperregionen zu optimieren. Und lässt es der Job gerade nicht zu, soll auch das Kinderkriegen jetzt einfach aufgeschoben werden. Das Einfrieren der weiblichen Eizellen in ausländischen Klinken macht es möglich. Die in HD produzierte "Am Schauplatz"-Reportage "Frauen unter Druck" von Kim Kadlec und Mirjam Unger begleitet am Donnerstag, dem 27. November 2014, um 21.05 Uhr in ORF 2 Frauen auf ihrem Weg zwischen Emanzipation, maximaler Alltagseffizienz und Erschöpfung.

Nina Bukowski ist 29 Jahre alt und Mutter eines zweijährigen Sohnes. Sie versucht ihr Kind optimal zu betreuen, ihr perfektes Aussehen weiter zu pflegen, als Maklerin von Luxusimmobilien finanziell möglichst unabhängig zu sein und dabei trotzdem ihren Mann zu unterstützen. Ihr Tag ist penibel durchgeplant. Er beginnt mit Work-out um 7.00 Uhr und endet mit einer Zusatzausbildung um 22.00 Uhr. Nina: "Es hat niemand etwas davon, wenn ich mich als Heimchen am Herd opfere, da bin ich nur unglücklich."

Der Preis, den Frauen wie Nina zahlen: Sie leben oft am Rande der Erschöpfung. Die Schriftstellerin und Rapperin Mieze Medusa hat ihr Leben deswegen ganz anders angelegt. "Es ist eine Illusion zu glauben, dass man alles schaffen kann", sagt die 39-Jährige. Sie verzichtet bewusst auf Kinder. "Ich hab mich für die Freiheit entschieden. Ich will nicht irgendwelchen Rollenbildern entsprechen müssen." Auch Katharina Türk-Benda hat sich entschieden: für ihre vier Kinder, gegen die Karriere. Sie hat ihr Medizinstudium deswegen an den Nagel gehängt, um Hausfrau zu sein. "Dass Frauen heute mehr Möglichkeiten haben, führt vor allem dazu, dass Frauen auch immer mehr Dinge auf einmal tun SOLLEN", meint die 31-Jährige.

Alles kann optimiert werden: Das Aussehen, die Fitness, neuerdings sogar die Fruchtbarkeit. Die 33-jährige Vorarlbergerin Ursula Kützler lässt sich Eizellen einfrieren, weil es ihr Sorgen macht, dass die Fruchtbarkeit ab Mitte 30 rapide abnimmt. Sie möchte gern Kinder haben, hat aber nicht den passenden Partner. Das sogenannte "Egg-Freezing" ist aber in Österreich verboten. Also fährt sie für die Operation in eine Privatklinik nach Liechtenstein.

"Am Schauplatz" hat sie und fünf andere Frauen durch ihren Alltag begleitet. Gemeinsam ist ihnen der gesellschaftliche Druck, dem sie standhalten wollen. Oder müssen.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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