Wirtschaftsbund Wien: Margarete Kriz-Zwittkovits neue KMU Beauftragte

- Ehemalige Präsidentin des Gewerbevereins spricht für KMU - 66 Prozent aller Umsatzerlöse in Wien werden von KMU generiert

Wien (OTS) - "Österreich braucht seinen Mittelstand", fordert WKO Präsident Christoph Leitl in aktuellen Reden und Gesprächen. Dass dieser Satz keine leere Floskel des Wirtschaftsbundes ist, schlägt sich aktiv vor allem in Wien nieder. Wirtschaftsbund Wien Obmann und WK Wien Präsident Walter Ruck präsentierte heute im Rahmen einer Pressekonferenz die ehemalige Präsidentin des Gewerbevereins KommR Margarete Kriz-Zwittkovits als neue KMU Beauftragte und Kandidatin für das Wirtschaftsparlament und die WK Wahl 2015. "Wir gewinnen eine ausgewiesene Expertin mit dem Gespür für den Mittelstand, der Erfahrung für Interessensvertretung und dem Wissen für das Unternehmertum. Wir fügen einen weiteren Puzzleteil zusammen!" erklärt Ruck und führt weiter aus: "Wir wollen damit kein Fraktionsspezifikum schaffen. Sie soll übergreifend mit allen Parteien Ideen ausarbeiten und gemeinsame Beschlüsse fassen, damit wir gegenüber der Stadt ein starkes Auftreten nach außen entwickeln können."

Ein Türschild - zwei Magistratsabteilungen!

Kriz-Zwittkovits zögerte auch nicht lange und stieß gleich einmal in Richtung Rathaus: "Wenn ich als Unternehmer für ein Firmentürschild zwei Magistratsabteilungen beschäftigen und bezahlen muss, soll mir als Betriebswirt noch einmal wer erklären, dass wir nicht überbürokratisiert sind!"

"Die alltäglichen Dinge sind es, die unsere kleinen Unternehmerinnen und Unternehmer stören und davon abhalten mehr zu erwirtschaften und damit auch wieder mehr zu investieren", befand die ehemalige Präsidentin des Gewerbevereins. "Wir haben eine Stadt Wien, die viel verlangt und auch viel dafür verrechnet, sich selbst aber nicht an ihre Zahlungsziele hält und einen über 300 Seiten starken Zulagenkatalog für seine Beamtenschaft hat. Die Belastungen steigen in den letzten Jahren schon fast ins Unerträgliche."

Ruck unterstütz seine neue KMU Beauftragte: "Eine Studie des Management Clubs hat ergeben, dass die Manager in Österreich der Meinung sind, dass sie das Umfeld und der bürokratische Aufwand stark verschlechtert hat. Das sagen ganze 45 Prozent und 35 Prozent sprechen von einer starken Verschlechterung. Das schlägt sich natürlich auf die Wirtschaft nieder."

Wirtschaftlich schwierige Zeiten bedeuten neue Herausforderungen und Chancen!

Besonders liegen Kriz-Zwittkovits die Flexibilisierungen im Gewerberecht bzw. der Gewerbeordnung am Herzen. Hier gibt es seit Jahren Stillstand: "Die Krise hat viele neue Berufe hervorgebracht. Viele dieser passen in keine der klassischen Kategorien. Hier bedarf es einer Anpassung an die neuen Berufe. Auch die Gründung muss vereinfacht werden, um Unternehmertum zu fördern!"
Walter Ruck stieß ins gleiche Horn wie seine Mitstreiterin: "Wir sehen es jeden Tag, dass viele Beamte mit neuen Formen überfordert sind. Diese schafft einen immensen Mehraufwand, hält arbeitswillige Unternehmer von ihrem Geschäft ab und schadet der Wirtschaft. Margarete wird dafür sorgen, dass sich das in Zukunft ändert." Kriz-Zwittkovits streicht auch die Schikanen heraus, die viele Unternehmer erleiden müssen: "Es wirkt so, als würden die Unternehmer dafür bestraft, dass sie Unternehmer sind. Die Behörden sollen unterstützen und kooperieren und nicht bestrafen. Ganze 61 Prozent empfinden das allerdings anders."

Bewusstsein schaffen - KMU eine Stimme verleihen

Der Wirtschaftsbund Wien setzt mit Kriz-Zwittkovits auf eine Stimme nach außen und nach innen: "Zum einen gilt es nach außen verstärkt zu kommunizieren, welche Wertigkeit KMU für unsere Wirtschaft haben, zum anderen müssen wir die Interessen nach innen noch stärker erkennen, wahrnehmen und umsetzen. Laufendes Monitoring soll unter anderem eines dieser Dinge sein", erklärt Ruck.

Für Kriz-Zwittkovits haben die KMU die Krise und den Stresstest gut überstanden, doch die Errungenschaften des Sozialstaates seien an ihren Grenzen angekommen: "Wir befinden uns an einem Wendepunkt an dem wir rasch massive Änderungen und Kurskorrekturen auf allen Ebenen des wirtschaftlichen Handelns vornehmen müssen. Die KMU müssen dabei als Stabilitätsfaktor im Mittelpunkt unseres Handelns stehen."

Unternehmertum muss sich auszahlen!

Wirtschaftsbund Wien Obmann Walter Ruck untermauerte mit dem Programm des Wirtschaftsbundes Wien für die Wahl 2015 die Forderungen von Kriz-Zwittkovits: "Der Wirtschaftsbund hat auf Bundes- und Lokalebene einiges ausgearbeitet und diese Punkte treffen genau den Nerv, um die Wirtschaft wieder ins Laufen zu bringen!"

Konkret betonte Ruck ebenfalls die Bürokratielast in Wien: "Laut einer Studie aus 2012 kostet die Bürokratie in Wien jährlich 1,260 Milliarden Euro. Die KMU müssen dafür die Hauptlast tragen. Alleine die Betriebe mit 0 bis zu 9 Mitarbeitern, also die Mehrheit der Dienstleistungsunternehmen in Wien, mussten 2012 640. Mio. Euro oder 51 Prozent der Bürokratiekosten tragen und erwirtschaften, während die Großbetriebe nur knapp 5 Prozent beitrugen. Entlasten statt belasten muss unser Credo sein!"

Schnelle Impulse für Wirtschaftswachstum, Finanzierungen erleichtern, Fachpersonal ausbilden

Ruck und Kriz-Zwittkovits betonten abschließend die Punkte, die beiden als Unternehmer am Herzen liegen: "Facharbeiter sind gerade im Baugeschäft etwas essentielles. Ich bemerke, dass es immer schwieriger wird, gute Leute zu bekommen", sagte Ruck und wurde durch seine neue KMU Beauftragte ergänzt: "wenn zu stärker geförderten Facharbeiterausbildung noch eine einfachere und schnellere Unternehmensfinanzierung kommt, dann sind auch die vielen Dienstleistungsbetriebe und andere kapitalintensive Branchen betroffen und profitieren davon! Das will ich schaffen, das wird meine erste Priorität!"

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