Wöginger: Unser Pensionssystem braucht Lösungen keine Schönfärberei

Ein gutes Ergebnis beim Parteitag darf nicht auf dem Rücken der Pensionistinnen und Pensionisten ausgetragen werden - von "offen und ehrlich" wenig Spur

Wien (OTS) - "Die Augen vor den Fakten zu verschließen entspricht nicht der Politik der ÖVP. Im Gegensatz zur SPÖ nennen wir die Probleme beim Namen und wollen nicht bis 2016 warten, um festzustellen, ob die Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters greifen. Bereits jetzt ist klar, dass das System aus dem Ruder läuft", betont ÖAAB-Generalsekretär August Wöginger anlässlich der Pressekonferenz von Bundeskanzler Faymann und Sozialminister Hundstorfer. "Die Mittel des Bundes steigen mehr als geplant, nämlich von 9,7 Milliarden im Jahr 2013 auf 13,5 Milliarden im Jahr 2019. Das ist eine Steigerung von derzeit 3,15 Prozent des BIP auf 3,72 Prozent des BIP 2019 und bedeutet dringenden Handlungsbedarf!"

Und Wöginger weiter: "Wir brauchen in Österreich ein umfassendes, ehrliches und transparentes Pensionsmonitoring. Statistische Kosmetik, indem Personen in Rehabilitation und Umschulungen, die zuvor in den Invaliditätspensionen erfasst wurden, nun einfach herausgerechnet und in eine andere Statistik verschoben werden, tragen nichts zu einem tatsächlichen Anstieg des faktischen Pensionsantrittsalters bei, sondern sind rein statistische Schönfärberei und verursachen weiterhin Kosten für das Pensionssystem. Deshalb müssen wir jetzt ohne Scheuklappen an die Problematik herangehen, die Fakten auf den Tisch legen und dann an Lösungen arbeiten, die mithelfen können, unser Pensionssystem wieder in den Griff zu bekommen - das sind wir den nächsten Generationen schuldig."

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