Junge Industrie: Realitätsverweigerung bei Pensionen ist unsolidarisch

JI-Vorsitzende Niss: Andauernde Beschwichtigungen unglaubwürdig - Politisches Unvermögen bedeutet massive Mehrbelastung für Jüngere - Umstellung auf beitragsorientiertes System

Wien (OTS/PdI) - "Die andauernde Realitätsverweigerung beim Pensionsthema ist vollkommen unsolidarisch, da wir hier aufgrund eines rein politischen Unvermögens die Probleme von heute der Generation von morgen in Form massiver Schuldenstände aufbürden", so die Bundesvorsitzende der Jungen Industrie (JI), Dr. Therese Niss, zur aktuellen Debatte über das Gutachten der Pensionskommission. Die "andauernden Beschwichtigungen mancher sind vollkommen unglaubwürdig - die Fakten kann man nicht einfach wegschwindeln. Auch die Argumentation, alles sei in Ordnung, da ja die Beamtenpensionen weniger würden, ist eine reine Verhöhnung: Denn das ändert gar nichts daran, dass wir im ASVG-Bereich seit jeher den Referenzpfad nicht einhalten", so die Bundesvorsitzende. Bezeichnend sei, dass in der Pensionskommission zwei Gutachten diskutiert wurden, die "für den Zeitraum 2014-2019 zwei völlig unterschiedliche Werte vorsehen. Wie man unter diesen Umständen Vertrauen in die Pensionspolitik herstellen will, ist mir schleierhaft."

Andere Staaten, etwa auch Nachbar Deutschland, seien hier längst weiter, so Niss: "In Deutschland ist das Antrittsalter deutlich nach oben geschraubt worden. Viele Maßnahmen wurden dabei unter einer sozialdemokratischen Regierung getroffen. Vielleicht sollten wir uns einmal von Deutschland erklären lassen, wie man gute Pensionspolitik macht, anstatt ständig nur den Kopf in den Sand zu stecken." Erforderlich sei in Österreich mindestens einmal ein "echter Automatismus und da soll niemand mit dem Schmäh vom 'gefühllosen Rechner' kommen - die Entscheidung über die Ausgestaltung des Systems trifft immer noch die Politik. Wobei in Österreich die Frage erlaubt sein muss, ob das nicht eben das Problem ist", so die Bundesvorsitzende. Für echte Nachhaltigkeit sei aber ohnehin ein völliger Systemwechsel anzuraten: "Andere Länder sind mit einem beitragsorientiertem Modell erfolgreich - warum sollte das nicht auch in Österreich möglich sein?"

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