Wurm/Schennach: Kirchenoberhaupt erinnert an Solidarität in der EU

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Nationalratsabgeordnete Gisela Wurm und SPÖ-Bundesrat Stefan Schennach, beide Ausschussvorsitzende im Europarat, betonen die Bedeutung der Rede von Papst Franziskus gestern vor den Europaabgeordneten in Straßburg. Das katholische Staatsoberhaupt hat die Politik aufgefordert, die Menschenwürde wieder stärker ins Zentrum der europäischen Politik zu rücken. "An einem Tag, an dem vor der Küste Kretas wieder hunderte Flüchtlinge gerettet worden sind, ist das eine Aufforderung an uns alle, Solidarität und Verantwortung zu zeigen", so Wurm. "Dass der Papst Arbeit als eine Frage der Würde bezeichnete und in diesem Zusammenhang jede Form von Menschenhandel und Ausbeutung kritisierte, war ein wichtiges Signal", so Schennach. ****

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof wurde vom Papst als das Gewissen Europas bezeichnet. "Damit signalisierte das katholische Staatsoberhaupt vor allem manchen europäischen Politikern, die diesen in Frage gestellt haben, dass dieser unantastbar ist", so Schennach. Beide Europaratsmitglieder zeigten sich beeindruckt von der Rede des katholischen Staatsoberhauptes, das den Kampf gegen Hunger auf der Welt und für Migranten einmahnte. "Vielleicht bewirken diese mahnenden Worte einen ähnlichen Umbruch wie beim Besuch von Papst Johannes Paul II im Europarlament vor 26 Jahren", so Wurm und Schennach unisono und weiter: "Die Kirche und Europa haben mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen. So müssen beide Institutionen einen gewissen Vertrauensverlust wieder ausgleichen." (Schluss) bj/rm/mp

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