Juventas - Ombudsverein für Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stellt Fortsetzung von "Mutter-Kind-Pass" vor

Juventas, die vor zwei Jahren gegründete Österreichische Gesellschaft für Prävention und Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche, stellt ihr Programm für 2015 vor.

Wien (OTS) - Zwei Jahre hat der gemeinnützige Verein, rund um Obmann und Kinderherzkardiologen OA Dr. Miklos Pinter nun geforscht und Informationen zusammengetragen. Entstanden ist der Juventas Pass, ein Nachfolgeprojekt des sehr erfolgreichen und mittlerweile 40 Jahre alten Mutter-Kind Passes. Der Juventas Pass soll den körperlichen Zustand von Kindern zwischen 6 und 18 Jahren feststellen, kontrollieren und gegebenenfalls Krankheiten frühzeitig erkennen und behandeln.

"Einfach ist es nicht, in Österreich dem Land der Reparaturmedizin, UnterstützerInnen für Präventionsprojekte zu bekommen", so Mag. Kathrin Hoffmann, stellvertretende Obfrau von Juventas.
Die Kosten für die Rehabilitation eines Schlaganfallopfers liegen bei über 40.000 Euro. "Dabei könnte man mit 100 Euro für die kardiologische Juventas-Pass-Untersuchung die Wahrscheinlichkeit dafür stark minimieren", ergänzt Mag. Hoffmann. Bedauerlicher Weise ist es in Österreich nicht möglich jenes Angebot an Untersuchungen gratis anzubieten, jedoch ist es durch die zu Selbstkosten von den Juventas-Ärzten angebotenen Leistungen möglich, die Kosten sehr stark zu minimieren.

Juventas hat sich zum Ziel gesetzt, eine interdisziplinäre Plattform für Fachärzte, Pädagogen und Eltern als Basis für qualitativ einheitliche hohe Untersuchungsstandards zu sein und die große Lücke nach der Versorgung rund um den "Mutter-Kind-Pass" zu schließen. "Die vier Untersuchungs-Säulen des Passes Kardiologie, Orthopädie, Ernährung und Allergie sind die wesentlichen Bereiche, die ein gesunder Mensch in Ordnung und Balance halten muss", betont Dr. Pinter.
Das Juventas-Pass Untersuchungsmodell wurde von Obmann Kinderkardiologen OA Dr. Miklos Pinter und den unentgeltlich arbeitenden medizinischen Beiräten für Ernährung Univ. Prof. Dr. Kurt Widhalm, für den Bereich Allergie Prim. Priv. Doz. Dr. Fritz Horak und für die Sparte Orthopädie OA Priv. Doz. Dr. Christof Radler entwickelt.

Die Preise für den Juventas Pass basieren auf Mitglieds- und Sponsorenbeiträgen, sowie der Gemeinnützigkeit der beteiligten Ärzte, die ihre Dienste zum Selbstkostenpreis anbieten. Hier soll Leistbarkeit für alle Österreicherinnen und Österreicher garantiert werden.

Juventas als Plattform für Informationsaustausch

Mit Fachvorträgen an Schulen - momentan aus Kapazitätsgründen begrenzt auf Wien und Niederösterreich - versucht der Verein den Schülerinnen und Schülern in spielerischer Form den Präventionsgedanken in der Medizin begreiflich zu machen. Ein momentan laufendes Projekt ist das "Juventas Sportfoto des Jahres", in dem mit Unterstützung des Wiener Stadtschulrates, alle Wiener Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren die Möglichkeit haben, sich in Bewegung bei ihrer Lieblingssportart fotografieren zu lassen. Im Frühjahr 2015 wird dann eine Fachjury das beste Sportfoto beurteilen. "Wir hoffen durch dieses Gewinnspiel, auch die Jüngsten für Juventas begeistern zu können und die Kinder zu Bewegung und bewussterer Ernährung zu animieren", so Mag. Kathrin Hoffmann.

Nach neuesten Statistiken des deutschen Statistischen Bundesamts, wird ein heute geborenes Mädchen im Durchschnitt 100 Jahre alt. "Wir können diesem Mädchen zumindest einen Großteil ihres Lebens ein starkes Herz, eine gute Haltung und eine entsprechende gesunde Lebensqualität sichern", meint Dr. Radler, der bereits seit Jahren auf problematische Fehlstellungen bei Kindern und Jugendlichen hinweist.
Durch zu viele sitzend verbrachte Stunden in der Schule, vor dem PC, vor dem Fernseher, machen sich nicht nur Haltungsschäden bemerkbar, sondern auch Übergewicht. Obwohl die WHO bis 2020 vorgibt das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen um 10 Prozent senken zu wollen, behandelt die österreichische Politik jenes Thema relativ stiefmütterlich", mahnt Prof. Dr. Widhalm.

"Schulärzten fehlen oftmals die Ausbildung und die Zeit um Schülerinnen und Schüler ausreichend zu untersuchen und zu beraten", so Widhalm. Mit fatalen Folgen. "Schätzungen, die auf Untersuchungen aus Deutschland beruhen, besagen, dass etwa 10 - 15 % aller Jugendlichen übergewichtig sind, möglicherweise in manchen Gebieten sogar bis 20 %. Dicke Kinder sind in der Regel selten schlanke Erwachsenen und schleppen ihr Übergewicht und die damit verbunden Krankheiten wie Diabetes oder Knieprobleme ein ganzes Leben mit sich herum", so Prof. Widhalm.

"Durch die Juventas-Pass Untersuchungen, können in sehr jungen Lebensjahren Probleme erkannt, behandelt und somit verhindert werden", unterstreicht Juventas Obmann Dr. Pinter sein Gesundheitsprojekt und wünscht sich für die Zukunft viele neue Mitstreiter und Unterstützer für Juventas.

Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6190

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Stefan Zima
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