Steinacker: In der Hospiz- und Palliativversorgung braucht es in den kommenden Jahren klare Maßnahmen

ÖVP-Justizsprecherin verweist bei Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" auf Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

Wien (OTS/ÖVP-PK) - "Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen", zitierte heute, Dienstag, ÖVP-Justizsprecherin Abg. Mag. Michaela Steinacker, Mitglied in der Enquete-Kommission "Würde am Ende des Lebens" bei der heutigen öffentlichen Veranstaltung der Enquete-Kommission die österreichische Erzählerin Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach. Steinacker weiter: "Für das Sterben gibt es keine Gebrauchsanweisung, kein Drehbuch und kein Rezept." Sterben sei etwas Individuelles und komme auf uns alle zu - "es ist Bestandteil unseres Lebens:"

In der Enquete-Kommission setze man sich mit diesem wichtigen Thema intensiv auseinander, dankte Steinacker den Teilnehmern für die offene Diskussion und die vielen interessanten Beiträge. Sie schließe sich der Meinung des Vorredners Univ.-Prof. Dr. Herbert Watzke, Leiter der Klinischen Abteilung für Palliativmedizin am AKH Wien, an, dass es wichtig sei, den Menschen in den letzten Stunden und Tagen Informationen zu geben, auch wenn man nicht wissen könne, wie das Sterben letztlich wirklich ist. Entscheidend für die Würde jedes Einzelnen sei aber Menschlichkeit, achtsame Zuwendung und eine liebevolle Betreuung- "kein Mensch soll sich am Lebensende einsam und verlassen fühlen", so die Abgeordnete.

In der Hospiz- und Palliativversorgung braucht es in den kommenden Jahren klare Maßnahmen, verwies Steinacker auf einen gemeinsamen Hospiz-Stufenplan für Österreich. Sie sprach sich im Bereich der Hospiz- und Palliativmedizin für bereichsübergreifende Lösungen zur Finanzierung und zur Klärung der Zuständigkeiten aus. "Die Diskussionen können sich nicht in dem Satz erschöpfen: Wir brauchen dafür mehr Geld. Es gilt, effizienter und kostengünstiger zusammenzuwirken und die Kommunikation und Information wechselseitig in verschiedenen Organisationen zu unterstützen."

Die Abgeordnete wies zudem auf die Aussagen der beiden Vertreter des Österreichischen Seniorenrats Präs. ao. Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol und Vizepräs. Rudolf Edlinger. Als Justizsprecherin sei es ihr ein Anliegen, besonders auf den Bereich Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung hinzuweisen und für einen einfachen Zugang zu sorgen. Den Menschen müsse klar gemacht werden, dass sie zu einem Zeitpunkt, wo sie noch allein handeln und entscheiden können, autonom über ihre Rechte verfügen können.

"Die Würde bis zuletzt darf nicht durch falsch verstandene Hilfe aufgeweicht werden. Alle Menschen haben ein Recht auf würdevolles Sterben. Es gilt, Leiden zu lindern und ein Sterben in Geborgenheit und Respekt zu ermöglichen", dankte die ÖVP-Justizsprecherin jenen Menschen, die in Trägerorganisationen wie Caritas, Rotes Kreuz, Vinzenzgruppe und Hospizbewegungen oder auch ehrenamtlich tätig sind sowie auch jenen, die in der Familie ihre Angehörige pflegen. "Diese Menschen sind die wahren Helden unserer Gesellschaft und Vorbild für gelebte Nächstenliebe."
(Fortsetzung möglich)

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