Christian Ragger: Ärztekonflikt Symptom für das kranke Kärntner Gesundheitssystem

Mangel an Ärzten als Alibi zum Runterfahren der Spitalsstrukturen

Klagenfurt (OTS) - "Dem Kärntner Spitalssystem stehen noch nie dagewesene Einschnitte bevor. Der Konflikt um die Ärztegehälter wirkt dabei als Brandbeschleuniger. Es gibt klare Hinweise, dass die rot-grün-schwarze Koalition den Arbeitskampf der Ärzte zum Gesundschrumpfen der Strukturen nutzen will. Nach dem Motto: Wir haben leider zu wenige Ärzte und müssen daher Abteilungen schließen", erklärt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen LR Mag. Christian Ragger.
Auffallend sei die Sprachlosigkeit der ÖVP und der Grünen in der Causa: Sie geben LH Peter Kaiser und der SPÖ offenbar völlig freie Hand zum "Runterfahren" der Strukturen. "Wir stehen jetzt vor dem Scherbenhaufen der jahrzehntelangen SPÖ-Dominanz in der Gesundheits- und Spitalspolitik", stellt Ragger fest. Zehn Jahre lang hätte man Zeit gehabt, sich auf die EU-Arbeitszeitregeln für Ärzte einzustellen. Nichts geschah. Kärnten habe österreichweit die geringste Zahl an Spitalsärzten pro Betten und sei daher am schlechtesten auf die ab 1.1.2015 geltenden Arbeitszeit-beschränkungen für Ärzte vorbereitet.
Man müsse auch davon ausgehen, dass Kaiser und die SPÖ in Wahrheit an gar keiner Einigung mit den Ärzten interessiert seien. "Damit wird ab 2015 der Mangel an ärztlichen Ressourcen so klar zu tage treten, dass ein regulärer Dienst in Abteilungen für Chirurgie, Unfallchirurgie und Anästhesie in kleineren Spitälern nicht mehr zu schaffen ist", warnt Ragger.
Die SPÖ könne sich dann von der Standortgarantie für alle Spitäler verabschieden. "Man wartet offenbar auf diese Mangelsituation. Der neue Strukturplan Gesundheit, der festlegen soll, wo welche Leistungen erbracht werden, ist ja überfällig und wird laufend verschoben", erklärt Ragger. Das Kalkül laute, dass man mit jenen Ärzten, die man durch die Schließung von Abteilungen "freibekommt", die Lücken in den Schwerpunkthäusern schließen kann. "Die SPÖ plant auf diesem Weg eine radikale Abmagerungskur für das kranke Gesundheitssystem. Sie will ihre jahrzehntelangen Versäumnisse kaschieren und den Ärzten den schwarzen Peter zuschieben", so Ragger abschließend.

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