VP-Dworak ad Budget: Wien bleibt unter Rot-Grün bei Arbeitslosenzahl und Bezug von Mindestsicherung auf dem "Abstiegsplatz"

Wann wird endlich bei Ausbildungs- und Beschäftigungspolitik ein Zahn zugelegt?

Wien (OTS) - "Während in anderen Bundesländern im wenig qualifizierten Segment, also wo viele Menschen nur maximal einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, ein deutlich geringerer Stellenandrang herrscht, kommen in Wien auf eine freie Stelle ca. 28 Bewerber. Salzburg, Tirol sowie Vorarlberg und Oberösterreich erzielen deutlich höhere Erfolge bei der Wiedereingliederung von Mindestsicherungsbezieher/innen als das rot-grün regierte Wien", betonte VP-Gemeinderat Bernhard Dworak in der gestrigen Debatte zum Wiener Budgetvoranschlag für 2015.

Im Jahr 2013 hatte Wien 153.000 Mindestsicherungsbezieher/innen und der Plafond dürfte dabei noch lange nicht erreicht sein, denn auch im kommenden Jahr werden es deutlich mehr Menschen sein, die ohne diese Unterstützung durch die öffentliche Hand ihr Leben nicht bestreiten können.

Wie prekär diese Situation mittlerweile ist, belegt ein Blick auf die von Sozialminister Hundstorfer unlängst präsentierten Studie "3 Jahre Mindestsicherung". "Was wir in diesem Bericht schwarz auf weiß belegt finden, ist für mich ein unüberhörbares Alarmzeichen. Denn dort wird von Expert/innen des AMS bereits unumwunden zugegeben, dass man -trotz der Vielzahl an laufenden Projekten unterschiedlichster Art -viele Mindestsicherungsbezieher/innen längerfristig bestenfalls am zweiten oder dritten Arbeitsmarkt unterbringen kann, also entweder in sozioökonomischen Betrieben oder in Beschäftigungstherapien. Es wird also immer schwieriger, diesen Menschen einen ordentlichen Job am ersten Arbeitsmarkt zu verschaffen. Das ist für eine Weltstadt wie Wien schlichtweg eine soziale Katastrophe", so Dworak.

Für längerfristige Betreuung sozial Schwacher fehlt seit Jahren qualifiziertes Personal

Die Wiener Stadtregierung verschließt mehr und mehr die Augen vor der Realität am Arbeitsmarkt, anstatt beherzt dieser Entwicklung gegenzusteuern. In den Sozialzentren der MA 40 gibt es seit Jahren zu wenig Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die sich hoch professionell um Menschen in prekären sozialen Situationen kümmern. Insbesondere bei Menschen, die noch nie im Arbeitsprozess integriert waren (darunter viele Jugendliche ohne Schulabschluss), wäre eine längerfristige Begleitung durch gut ausgebildete Sozialarbeiter/innen dringend notwendig, aber der Zugang zu dieser Betreuung wird mehr und mehr erschwert. Es werden Betroffene am Empfangsschalter von Sachbearbeiter/innen "vorselektiert". Es kommt leider nicht selten vor, dass bei dieser "Schnell-Analyse" der soziale Betreuungsbedarf entweder ungenau oder teilweise auch falsch eingeschätzt wird. Somit verstreicht wertvolle Zeit, in der den Betroffenen effektiv geholfen werden könnte!

"Solange hier nicht endlich von der Stadtregierung das bestehende Problem erkannt und der Hebel angesetzt wird, wird sich in den kommenden Jahren im sozialen Bereich wenig bewegen, das ist definitiv keine Lösung. Wir können nicht so weitermachen wie bisher", so Dworak abschließend.

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