Bundesjugendvertretung: Gewaltprävention und Hilfsangebote ausbauen!

Frauen müssen in ihrer Selbstbestimmung gestärkt und Rollenbilder aufgebrochen werden.

Wien (OTS) - Zum heutigen Tag gegen Gewalt an Frauen macht die Bundesjugendvertretung (BJV) darauf aufmerksam, dass Gewalt für viele Frauen, aber auch Kinder, trauriger Alltag ist: "Eine von fünf Frauen in Österreich macht Gewalterfahrungen und das direkt unter uns. Hier ist es wichtig, nicht wegzuschauen, sondern Hilfe anzubieten und Präventionsarbeit zu leisten", betont BJV-Vorsitzende Laura Schoch.

Patriarchale Abhängigkeiten

Gewalt an Frauen ist für die BJV die schlimmste Auswirkung, die die Ungleichstellung der Geschlechter mit sich bringt, erklärt Schoch:
"Als Gewaltopfer haben Frauen zusätzlich zu ihren traumatischen Erfahrungen immer noch mit vielen Tabus und Schuldzuweisungen zu kämpfen. Auch die finanzielle Abhängigkeit führt dazu, dass viele Frauen Gewaltsituationen ausgesetzt bleiben. Das muss sich endlich ändern!"
Außerdem muss an der Absicherung und dem Zugang zu Hilfseinrichtungen gearbeitet werden: "Angebote wie die kostenlose Frauenhelpline 0800/222 555 müssen leicht zugänglich und bekannter gemacht und in unterschiedlichen Sprachen angeboten werden", so Schoch.

Gewalt fängt schon vor Schlägen an

Die Vorsitzende verweist darauf, dass Gewalt nicht nur mit körperlicher Gewalteinwirkung verbunden ist, sondern bereits bei Beschimpfungen, psychischem Druck oder der Herabwürdigung von Frauen beginnt: "Solche Taten dürfen weder verharmlost noch gesellschaftliche toleriert werden!"
Die BJV setzt sich für Stärkung von Frauen bereits in jungen Jahren ein, erklärt Schoch: "Uns ist wichtig, junge Menschen, unabhängig ihres Geschlechts, zu sensibilisieren und aufzuklären. Außerdem müssen Mädchen und junge Frauen im Umgang mit ihrem Körper und einer selbstbestimmten Sexualität gestärkt werden." Dieser Aspekt wird auch in der aktuellen BJV-Kampagne RDN WR KLRSEX aufgezeigt.
Außerdem bildet die BJV im Rahmen ihrer Beteiligung an der Kampagne "GewaltFREI leben" junge MulitplikatorInnen aus, um Jugendliche in Peer-to-Peer Arbeit für das Thema Gewalt zu sensibilisieren.

"Das Aufbrechen von Rollenbildern muss so früh wie möglich ansetzen", erklärt Schoch. Abschließend betont die Vorsitzende, wie wichtig es ist, dass das Thema Gewaltprävention in den Köpfen verankert ist und nicht nur einmal jährlich ans Tageslicht kommt. "Gemeinsam können und müssen wir die Gewaltspirale durchbrechen."

Link zu GewaltFREI leben: www.gewaltfreileben.at
Link zu RDN WR KLRSSEX: www.klarsex.at

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Mag.a Nicole Pesendorfer-Amon
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