IT-Expertentag im Zeichen internationaler Kooperationen in der IKT-Branche

WKÖ-Fachverband UBIT: Internationale Netzwerke optimieren Synergieeffekte für kleine und mittlere Betriebe

Wien (OTS/PWK828) - 130 Teilnehmer informierten sich zum Thema "Kooperationen in der ICT - Nachhaltig erfolgreich im Netzwerk arbeiten" beim IT-Expertentag des Fachverbandes Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (kurz UBIT) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), der am 21. November im Forum 21 bei Blaha Office in Korneuburg stattfand. Der IT-Expertentag ist Teil der Austrian Consultants' Days, die am 27. November 2014 mit dem 12. Österreichischen IT- und Beratertag ihren glanzvollen Abschluss finden.

Die nachhaltige Vernetzung von IT-Dienstleistern aus Österreich und den Nachbarländern stand im Fokus der Veranstaltung. Gemeinsam mit dem Enterprise Europe Network wurden Teilnehmer aus 9 Nationen zum Austausch mit potenziellen Geschäftspartnern im "Matching & Meeting"-Block eingeladen - "eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Kooperationspotenziale zu evaluieren und mögliche neue Geschäftspartner zu finden", so Martin Zandonella, IT-Berufsgruppensprecher im Fachverband UBIT.

Kooperationen und Netzwerke in der ICT

Günter Schwarz, UBIT-Fachgruppenobmann in Niederösterreich und Geschäftsführer von OPESTRA, sprach sich in seinem Eingangsstatement für den Zusammenschluss von Ein-Personen-Unternehmen zu Netzwerkgruppen aus, um größere Aufträge in Kooperation für einzelne Kunden umsetzen zu können. Allerdings sollten solche Netzwerke durch professionelle Netzwerkspezialisten aufgesetzt sein wie auch Isabella Mader, CEO/CIO beim Excellence Institute, bestätigte. Denn, so Mader, auch wissenschaftlich sei erwiesen, dass durch Kooperationen mehr Innovation und Wohlstand entstehe als ohne Zusammenarbeit.

Erfolgssäulen für effektive und zielführende Kooperationen sind das Vertrauen in sich selbst, in Partner sowie Fairness und Loyalität, erklärte Martin Matyus, stellvertretender IT-Berufsgruppensprecher und Inhaber bei InnoWork, sowie CEO von AUXbrain. Thomas Berndorfer, Geschäftsführer Connecting Software, beobachte insbesondere, dass alte Werte wie Handschlagqualität und Loyalität gerade eine Renaissance erleben. Und für Michael Monnerie, Geschäftsführer bei Protéger Internet Solutions Austria, wären viele Projekte ohne Kooperationen mit Spezialisten gar nicht mehr professionell umsetzbar.

Internationale Netzwerke und Cluster in der IKT-Branche

Christoph Beer, Partner bei mundi consulting ag, und Manfred Faulhaber, Partner bei STAGEx, präsentierten das Best Practice "ICT Cluster Bern" sowie eine daraus generierte Kooperation der SwissAtrium GmbH. Jörg Dreger, geschäftsführender Gesellschafter der Dreger-Group, zeigte mit IT-ALLIANCE.net ein erfolgreiches Beispiel für ein internationales Netzwerk, das mit IT-Security sowie Smart-Home bis Smart-City neue Maßstäbe setzt. Innovationen aus Europa können daher im Rahmen einer Mannschaftsleistung neue Akzente setzen und erfolgreich am Markt bestehen.

In Österreich gebe es bisher fünf sehr unterschiedlich ausgerichtete ICT-Cluster, berichtete Dominic Neumann, UBIT-Fachgruppenobmann der Steiermark und IKT-Sachverständiger. Gerade in einem kleinen Land wie Österreich, so Neumann weiter, brauche es im Sinne der Marktbreite dringend Zusammenschlüsse von IKT-Leitbetrieben. Basis dafür sei - wie Markus Zoglauer, Geschäftsführer von ETRON und Obmann der IT-alliance.at - betonte, die persönliche Kommunikation von Unternehmern, denn Kooperation bedeute für alle Beteiligten Vorsprung im Geschäftsleben. Bernhard Schmid von der Wirtschaftsagentur Wien berichtete dazu, dass die IT-Cluster Wien, Oberösterreich und Bern eine weltweite Vereinbarung unterzeichnet haben, die eine umfangreiche Unterstützung zusichert.

Kooperationen: Lösungsansätze für KMU und EPU

Isabella Mader erläuterte, dass bestehende IKT-Netzwerke zur Suche von IKT-Experten häufig kompetenzorientiert aufgebaut seien. Peter Lieber, Präsident des "Verband Österreichische Software Industrie", betonte in seinem Statement, dass gerade für die punktuelle Zusammenarbeit immer das Motto "First Give, then Take" als Kooperationsgrundsatz gelten müsse. Man könne sich dabei für das Modell der synergetischen Kooperation (Neues schaffen) oder das der additiven Kooperation (Optimierung von Bestehendem) entscheiden.

Basis unserer Weiterentwicklung sei es, so Kommunikationsexpertin Barbara Niederschick, Wissen zu vernetzten, zu verarbeiten und weiterzugeben. Das schaffe Gemeinschaft, Mehrwert und neue Optionen. Für Martina Lübon, Director CeBIT International Partner & Sales, sei dies vor allem bei der Zusammenarbeit von Gründern und bereits Etablierten zur Nutzung von Innovationspotenzialen unerlässlich. Dies bestätigte auch Markus Aulenbach, Geschäftsführer nextstep new media, der IT-Unternehmer in der Region primär nicht als Konkurrenten, sondern als Partner für umfangreichere und komplexere Leistungen sieht.

Erfolgreiche Kooperation in der IKT-Branche, so Tenor der Veranstaltung, müssen sich aus Spezialisten formieren, um Kunden gemeinsam ein umfangreicheres Leistungsangebot anbieten zu können und die Bedürfnisse in unterschiedlichen Regionen flexibel und professionell abdecken zu können. Am Ende des Tages zählt zwar die Kompetenz, jedoch sind die Softfacts für den Erfolg in der Zusammenarbeit entscheidend.

Pressebilder der Veranstaltung sind über folgende Link verfügbar:
https://www.dropbox.com/l/DbbQ4U5LVoF7gePoHyDBfr

Der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT

Mit mehr als 63.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at und http://www.beratertag.at

Enterprise Europe Network

Das Enterprise Europe Network (EEN) ist ein europäisches Informations- und Beratungsnetzwerk für KMU, welches von der Europäischen Kommission im Jahr 2008 initiiert wurde. Das EEN erschließt für Unternehmen und Forschungseinrichtungen europaweit die optimalen Förder- und Kooperationsmöglichkeiten, fungiert als einheitlicher Ansprechpartner für KMU in allen EU-Angelegenheiten sowie unterstützt KMU bei der Suche nach Geschäftspartnern. Das Netzwerk ist bei 600 Partnerorganisationen auf europäischer sowie internationaler Ebene in 54 Ländern eingerichtet und umfasst mehr als 3000 Expertinnen und Experten. Die Wirtschaftskammer Österreich ist eine der 600 Partnerorganisationen des Netzwerkes und hat im Rahmen dessen internationale Teilnehmer aus europäischen Nachbarländern zum IT-Expertentag 2014 nach Österreich gebracht. Weitere Informationen auf http://wko.at/een (JR)

Rückfragen & Kontakt:

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Fachverband Unternehmensberatung, Buchhaltung und IT (UBIT)
Mag. (FH) Christina Lukesch
Tel.: 05 90 900-4920
E-Mail: christina.lukesch@wko.at

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