Wie lange ist das derzeitige Pensionssystem noch aufrecht zu erhalten?

Das derzeitige Pensionssystem steht auf dem Prüfstand. Die Zahl der Pensionisten steig, und somit auch die staatlichen Zuschüsse zum Pensionstopf. Wie lange kann das noch gut gehen?

Wien (OTS) - Als Generationen-Vertrag bezeichnet man unser jetziges Pensionssystem. Tatsachlich werden durch die jetzigen Einzahlungen auch die jetzigen Ausgaben finanziert, oder besser gesagt zum Teil finanziert. Schon jetzt muss der Staat über 8 Milliarden Euro zum Pensionstopf dazu schießen.

Wenn keine Änderung zum jetzigen Einzahlungsmodel kommt sind die Pensionszahlungen in Zukunft nicht sicherzustellen

Nach verschiedenen Berechnungsmodellen werden wir zwischen 2030 und 2060 in etwa so viele Pensionisten wie Erwerbstätige in Österreich haben. Das würde nach dem Umlagerungsverfahren unserer jetzigen Pensionszahlungen bedeuten, dass jeder arbeitende Mensch einen Pensionisten erhalten sollte. Nicht vergessen darf man dabei, das die selben Menschen auch ihre eigenen Familien zu erhalten haben, und somit oft 3-4 Menschen von einem Lohn leben sollten. Dazu Roman Umschweif vom Konsumentenschutz Verband Österreich: "Wenn sich die Politik nicht bald zu massiven Veränderung bekennt, wird die Bombe irgendwann platzen. Im Jahr 2050 werden die Zuzahlungen zum Pensionstopf nach Vorberechnungen bereits 32 Milliarden Euro betragen, das wären zusätzlich zu den Sozialabgaben noch einmal 8.000 Euro jährlich für jeden Erwerbstätigen an Kosten!"

Private Vorsorge notwendig

Ganz offensichtlich wird es notwendig sein auch privat vorzusorgen, wenn die Politik keine Lösungen präsentiert. Aufpassen müssen Konsumenten allerdings auf die sichere Wahl der Veranlagungen, damit sie nicht in gefährliche, und somit für die Altersvorsorge ungeeignete Anlageformen investieren.

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Pressestelle des Konsumentenschutz Verbandes Österreich
Lukas Bichl, Präsident
lukas.bichl@konsumentenschutz.email
www.meinkonsumentenschutz.at

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