Neues Volksblatt: "Faymanns Glück" von Markus EBERT

Ausgabe vom 25. November 2014

Linz (OTS) - SPÖ-Chef Werner Faymann müsste eigentlich dem Team Stronach ein Dankschreiben schicken. Denn die Irrungen und Wirrungen in der Retorten-Partei des austro-kanadischen Milliardärs lenken medial ein bisschen davon ab, dass Faymann ein paar Tage vor seiner Wiederwahl als SPÖ-Vorsitzender alles andere als gut dasteht. Abgesehen davon, dass Umfragen eine erstarkte ÖVP sehen, wird Faymann selbst alles andere als ein gutes Umfragezeugnis ausgestellt. Weder kann er einen Kanzlerbonus lukrieren, noch schätzen ihn selbst die eigenen Parteigänger als durchsetzungsfähig ein. Man wird sehen, ob das gebetsmühlenartige Beschwören der Geschlossenheit und Faymanns Steuerreformkurs - einschließlich der Darabos-Androhung, man könne ja auch eine Volksbefragung ansetzen - die Parteitagsdelegierten gnädig stimmen und dem Chef ein achtbares Ergebnis bescheren werden.
Wenn da im Vorfeld öffentlich ein wenig von den eigenen Kamalitäten abgelenkt wird, kann das den Roten also nur recht sein. Noch dazu, wo die tragikomische Stronach-Sitcom täglich neue Highlights abliefert. So meinte die schwangere Kathrin Nachbaur in Österreich, Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde sie nun mehr thematisieren, denn "ein Kind zu bekommen, darf nicht zur Armutsfalle werden". Sollte sie Klub- und Akademie-Chefin bleiben, muss Nachbaur künftig mit rund 12.000 Euro brutto auskommen.

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