Wiener Budget 2015 - StR Oxonitsch: "Bildung bleibt Schwerpunktthema der Stadt!"

Gratiskindergarten mit 700 Mio Euro-Budget gesichert, größtes Schulneubauprogramm läuft weiter

Wien (OTS) - Bildung bleibt auch im kommenden Jahr 2015 ein wichtiges Schwerpunktthema der Stadt: "Allein für Infrastrukturmaßnahmen im Bereich Kindergarten und Schule investiert die Stadt im nächsten Jahr rund 190 Mio Euro, darüber hinaus stehen zusätzliche Mittel für Gratiskindergarten und Pflegekinder in Höhe von rund 50 Mio Euro zur Verfügung - allein diese Maßnahmen übersteigen die prognostizierte Neuverschuldung der Stadt", betonte heute Bildungsstadtrat Christian Oxonitsch im Rahmen der Budgetdebatte im Wiener Gemeinderat. "Investitionen in die Bildung sind aber wichtige Zukunftsinvestitionen, auf die wir nicht verzichten können und wollen."

Das Budget für die Wiener Kindergärten wird im kommenden Jahr 2015 über 700 Mio Euro umfassen. Aus diesen Mitteln wird nicht nur der Betrieb der städtischen Kindergärten finanziert, sondern auch jeder private Platz mit durchschnittlich 500 Euro pro Monat gefördert: Auch in die Schaffung von rund 3.000 neuen Plätzen wird investiert: So errichtet die Stadt beispielsweise derzeit einen neuen Kindergarten in der Waidhausenstraße für insgesamt 145 Kinder. 2015 sind dafür rund 5 Mio Euro budgetiert (Gesamtkosten rund 7 Mio Euro). Darüber hinaus stehen im kommenden Jahr rund 5 Mio Euro "Anstoßfinanzierung" für die Schaffung neuer Plätze von privaten Trägern zur Verfügung.

Schulen: Sanierungen, Erweiterungen und Neubau

Im Bereich Schule sind die Bereiche "Schulsanierungen" und "Schulneubau" bzw. Schulerweiterungen" die wichtigsten Budget-Schwerpunkte. Rund 57 Mio Euro fließen in die Sanierung von 139 Schulen. Mit rund 570 Millionen Euro ist das Schulsanierungspaket 2008 bis 2017 ein wichtiges Infrastrukturprojekt der Stadt Wien. In einem Zeitraum von zehn Jahren werden an insgesamt 242 allgemein bildenden Pflichtschulen substanzerhaltende Maßnahmen durchgeführt. Die Stadt Wien unterstützt die Bezirke mit einer Sonderförderung von 40 Prozent. Insgesamt 76 Projekte sind bereits fertig gestellt, 2015 kommen bis Ende des Jahres weitere 27 dazu.

Beim Schulneubau sind derzeit weitere Campus-Projekte in Umsetzung:
Für den Campus Attemsgasse wurde bereits ein Siegerprojekt gekürt. In der ersten Planungsphase befinden sich derzeit der Campus Nordbahnhof in Wien-Leopoldstadt, der Campus Eurogate in Wien-Landstraße sowie der Campus Berresgasse in der Donaustadt. Im nächsten Jahr fixiert werden die Standorte für den Campus Wien-West in Penzing, den Campus Inner-Favoriten, den Campus Atzgersdorf, den Campus Gasometerumfeld in Simmering und den Campus Jedlesee in Floridsdorf. In alle neuen Campus-Projekte werden in den nächsten Jahren rund 700 Mio Euro investiert.

Darüber hinaus setzt Wien aber auch auf Schulzubauten in moderner Holzbauweise. Heuer sind bereits Zubauten an fünf Schulstandorten in Betrieb gegangen, weitere drei Zubauten sind derzeit in Umsetzung. Darüber hinaus wird schon an der zweiten Etappe an Schulerweiterungen gearbeitet: Bis zum Beginn des nächsten Schuljahres werden weitere sechs Schulstandorte in Holzbauweise erweitert. 2015 sind dafür Bauraten von rund 38 Mio Euro vorgesehen, alle 14 Projekte gemeinsam werden über 53 Mio Euro kosten. Besonders hervorzuheben ist dabei, dass die vorgesehenen Baukosten für die ersten fünf Standorte um 1,5 Millionen Euro unterschritten werden konnten

Neben der Erweiterung in Holzbauweise fließen weitere 19 Mio in die Erweiterung von einzelnen Schulen, darunter beispielweise die Schule in der Eßlinger Hauptstraße und in der Tomaschekstraße in Floridsdorf und Donaustadt.

Bildung und Jugend - von den Büchereien bis zu den Jugendzentren

Doch auch außerhalb von Schulen gibt es jede Menge Angebote für Kinder und Jugendliche. Die MA 13 ist für außerschulische Bildung und Jugendarbeit zuständig und hat in diesem Rahmen eine sehr breite Palette zu bieten: So betreibt die MA 13 die Büchereien Wien, die Musikschule Wien und die Modeschule Wien. Zu den größten von der MA 13 finanzierten Bildungsinstitutionen zählen die Wiener Volkshochschulen und das Konservatorium Wien Privatuniversität. Darüber hinaus werden im (Erwachsenen-) Bildungsbereich rund 40 Einrichtungen gefördert. Im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind über 50 Einrichtungen kooperativ tätig. Zu den wichtigsten Partnern zählen wienXtra (ferienspiel) und der Verein Wiener Jugendzentren. All das kostet der Stadt jährlich im kommenden Jahr 142 Mio Euro.

Schutz für Kinder - Unterstützung für Eltern

Von Erziehungs- und Verhaltensproblemen, Konflikten und seelischen Krisen bis zum Schutz vor Gewalt und Gefährdungen: Die MAG ELF und ihre zahlreichen Beratungseinrichtungen zeigen Lösungsmöglichkeiten auf und bieten Eltern, Jugendlichen und Kindern die bestmögliche Hilfe. Die Stadt wird für diese Angebote 2015 etwa 280 Mio Euro ausgeben. Davon fließen über 6 Mio Euro in die Prävention. Das ist so viel wie noch nie. Damit werden etwaige Eskalationen bereits verhindert, bevor Kinder gefährdet sind. "Die Fremdunterbringung von Kindern ist das letzte Mittel der Kinder- und Jugendhilfe. Durch die erfolgreichen Präventionsmaßnahmen geht die Zahl der Fremdunterbringungen bereits zurück", so Stadtrat Christian Oxonitsch.

Leistbares Badevergnügen für alle Wienerinnen und Wiener

Die MA 44 - Bäder betreibt an 38 Standorten ein flächendeckendes Bäderangebot. Neben 5 Hallenbädern, 7 Kombibädern, 10 Sommerbädern, 5 Saunabädern stehen auch 10 Familienbäder (Eintritt für Kinder bis 14 Jahre kostenlos) und 1 Volksbad zur Verfügung. "Barrierefreiheit spielt an allen unseren Standorten eine große Rolle", so Oxonitsch. Um all das zu gewährleiten investiert die Stadt Wien 2015 rund 60 Mio Euro in die Bäder.

Bewegung macht fit und gesund

Wien bietet ein Zuhause für über 70 anerkannte Sportarten, die in über 3.000 Vereinen organisiert sind. Den rund 800.000 aktiven Wienerinnen und Wienern stehen in Wien über 2.500 Sportstätten mit 9.172.957 m2 Sportfläche zur Verfügung. Das entspricht rund 1.500 Fußballfeldern oder anders ausgedrückt der Gesamtfläche der Wiener Bezirke 5, 6, 7, 8 und 9. Damit alle Menschen in Wien ein möglichst breites sportliches Angebot zu günstigen Preisen nutzen können, investiert die Stadt 2015 etwa 46 Mio Euro.

Events 2015: Vom Eistraum bis zum Song Contest

Die Erfolgsgeschichte der Wiener City-Events wie Eistraum, Silversterpfad oder Film Festival hat in den letzten Jahren wesentlich dazu beigetragen, dass Wien in verschiedenen City-Rankings Spitzenpositionen einnimmt", betont Christian Oxonitsch. "So konnten die City-Events permanent weiterentwickelt und ausgebaut werden. Besonders hervorzuheben ist der Wiener Eistraum, der mittlerweile ein Eislaufvergnügen auf über 7.000 m2 bietet und der die Zahl der BesucherInnen seit dem Start im Jahre 1996 mehr als verdreifachen konnte." Auch die Umwegrentabilität all dieser Groß-Events könne sich sehen lassen. "Allein Silvesterpfad, Eistraum und Film Festival haben bisher inlandswirksame Ausgaben von über 87 Mio Euro ausgelöst", so Oxonitsch. Für City-Events - organisiert von der stadteigenen Stadt Wien Marketing GmbH - werden im kommenden Jahr rund 6 Mio Euro bereits gestellt, davon 1 Mio Euro für Leistungen im Rahmen des Song Contest im Mai, den die Stadt zu einem großen Fest für alle WienerInnen und Gäste machen möchte. Insgesamt stellt Wien dem ORF für die Austragung des Song Contest unterschiedlichste Leistungen im Gegenwert von rund 11,7 Mio Euro zur Verfügung.

Zum umfassenden Serviceangebot der Stadt für alle WienerInnen tragen schließlich noch zwei weitere Abteilungen des Ressorts bei: Der Presse- und Informationsdienst der Stadt (MA 53) Wien liefert unter anderem regelmäßig aktuelle Informationen - vom Internet, über wien.at print bis hin zu Magazinen für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Und wer Kontakt zur Stadt sucht, ist beim Bürgerdienst (MA 55) an der richtigen Adresse: "Diese bewährte Serviceeinrichtung der Stadt Wien hilft bei fast allen Anliegen rasch und effizient weiter, Markenzeichen der MA 55 ist das gute Zusammenspiel mit allen Fachabteilungen der Stadt", so Oxonitsch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Michaela Zlamal
Mediensprecherin Stadtrat Christian Oxonitsch
Tel.: +43 1 4000-81930
michaela.zlamal@wien.gv.at
http://www.oxonitsch.at/

Mag. Florian Weis
Mediensprecher Stadtrat Christian Oxonitsch
+43 1 4000 81440
Tel.: +43 676 8118 81440
florian.weis@wien.gv.at

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