Industrie: Strukturreformen bedingen Wachstum

IV-Präsident Kapsch: Re-Industrialisierung in Angriff nehmen - Investitionen in F&E sowie Infrastruktur - Mehr Eigenverantwortung und ökonomische Freiheit

Wien (OTS/PdI) - "Die Industrie ist der Träger von Wachstum und Arbeitsplätzen - aber die Unternehmen brauchen die richtigen Rahmenbedingungen", so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Georg Kapsch heute, Montag, im Rahmen einer Podiumsdiskussion. Andere Länder hätten bereits die Lehre aus der Krise der vergangenen Jahre gezogen, so Kapsch: "Die USA bemühen sich nach Kräften, Produktionsbetriebe wieder ins Land zu holen. Wir müssen in Europa den schönen Worten zur Re-Industrialisierung nun auch Taten folgen lassen." Das sei auch eine Frage des Mindset beim Thema Unternehmertum, "ökonomische Freiheit wird in den USA sehr ernst genommen, hier haben wir deutlichen Handlungsbedarf", so Kapsch. Zudem dürfe man nicht aus dem Auge verlieren, dass Österreich als Standort mit anderen Regionen der Welt im Wettbewerb liege: "Wir brauchen einen fairen Wettbewerb und müssen daher die Rahmenbedingungen anpassen."

Ziel müsse es sein, die gesamte Wertschöpfungskette in Österreich zu halten. Dazu "brauchen wir dringend mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Infrastruktur - hier haben öffentliche Investitionen den größten Hebel für den privaten Sektor", betonte Kapsch. In der Vergangenheit sei in Österreich viel zu viel Geld in reine Transferleistungen statt in Zukunftsbereiche geflossen. Hier brauche es auch wieder einen stärkeren Fokus auf die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. Ein Gegensteuern sei jedenfalls dringend notwendig, so Kapsch: "Noch mag es uns in Österreich gut gehen, aber einen Standort darf man nie nur als Momentaufnahme betrachten. Wenn wir nicht die Rahmenbedingungen rasch verbessern, dann steuern wir auf wirklich schwierige Zeiten zu." Dies gelte auch für die Ebene der Europäischen Union: "Investitionspakete sind -gerade in Zeiten steigender öffentlicher Verschuldung - sicher nicht der Weisheit letzter Schluss. Ohne entsprechende Strukturreformen geht es einfach nicht", so der IV-Präsident.

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