Wiener Gemeinderat zum Budget 2015 (7)

Spezialdebatte: Bildung, Jugend, Information und Sport

Wien (OTS/RK) - GR Dominik Nepp (FPÖ) warf der Regierung Versäumnisse in der Bildungspolitik vor. Viele Themen, die die Regierung jüngst als Handlungsfeld thematisiere, seien langjährige FPÖ-Forderungen. Der Betreuungsschlüssel im Kindergartenbereich müsse neu gestaltet, ebenso die Kontrollmöglichkeiten durch die MA 11 durch personelle Aufstockung verbessert werden.

GR Dr. Wolfgang Aigner (Klubungebundener Mandatar) äußerte seine Sorge über die Zunahme von privat geführten Kindergruppen im muslimischen Milieu. Man müsse ein genaues Auge auf die in besagten Kindergruppen vermittelte Werte werfen. Seiner Erachtens sei die außerschulische Jugendarbeit zunehmend unübersichtlich strukturiert. Es könne nicht sein, dass etwa alleiniglich eine einzige Person einen Verein führe. Hinsichtlich des Inseraten-Budgets stellte er fest, dass eine vorgenommene Kürzung keinen Informationsverlust darstellen würde.

GR Heinz Vettermann (SPÖ) betonte die hohe Servicequalität und das breite Angebot im Kinder- und Jugendbereich. Dies illustrierte er an Beispielen des Sports, wie etwa bei den Wiener Bädern, die mit 38 Standorten einen kostengünstigen Besuch für über vier Millionen BesucherInnen ermögliche. Notwendige Investitionen in die Bildungsinfrastruktur seien angesichts des Bevölkerungswachstums in Wien notwendig. Darüber hinaus seien solche Investitionen auch wichtige wirschaftliche Impulse. Er brachte zwei Anträge ein. Der Erste hatte die Abhaltung einer Enquete mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Kinderrechte zum Inhalt. Der Zweite war an das Justizministerium adressiert mit dem Ziel, dass ABGB im Sinne einer positiven Haltung für Kinder weiter zu entwickeln.

GRin Mag.a Ines Schneider (ÖVP) kritisierte zu geringe Geldmittel für den Sportbereich. Viele Studien würden beweisen, dass entsprechende Investitionen positive Auswirkungen zum Beispiel im Gesundheitsbereich für Kinder und Jugendliche hätten. Es fehle weiterhin ein Sportstätten-Konzept, ebenso wie ein bereits lang gefordertes Schwimmsportzentrum. Ebenso forderte sie Verbesserungen im Bereich der mobilen Sozialarbeit für Familien. Sie brachte folgende drei Anträge ein: Die Erarbeitung eines Maßnahmenkataloges zur Vermeidung von Gewalt an Kindern, die rasche Sanierung der Sportklub-Fußballstätte und ein Maßnahmenpaket gegen Radikalisierungstendezen im Kinderbereich.

GR Senol Akkilic (Grüne) unterstrich die Relevanz von geeigneten Maßnahmen gegen die ansteigende Jugendarbeitslosigkeit. Im Unterschied zu anderen Städten kämpfe Wien mit hohen kommunalen Finanzmitteln dagegen an. Positiv erwähnte er dabei die umfangreichen Infos für Jugendliche im Bereich der Weiter- und Fortbildung. Hinsichtlich der Radikalisierungstendenzen unter Jugendlichen hob er positiv das bereits geschaffene Netzwerk gegen dieses neue Phänomen hervor. Es gebe bereits diverse Schulungsmaßnahmen, auch eine enge Zusammenarbeit mit diversen Jugendorganisationen sei bereits gelebte Realität. (forts.) hch/buj

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