Faymann: Gemeinsam Spielräume für Investitionen, Wachstum und Beschäftigung in Europa schaffen

Bundeskanzler empfängt Italiens Ministerpräsidenten Matteo Renzi

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann hat heute, Montag, Italiens Ministerpräsidenten Matteo Renzi im Bundeskanzleramt empfangen. Die beiden Politiker betonten bei der anschließenden Pressekonferenz, wie wichtig der gemeinsame Kampf für mehr Wachstum, Stabilität und Beschäftigung in Europa sei. Dazu müsse die Europäische Union die reine Austeritätspolitik hinter sich lassen und Spielräume für Investitionen schaffen, so Faymann. Besonders die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit müsse in den Fokus rücken, hier sei Österreich mit seinem System der dualen Ausbildung Vorbild für Italien, bekräftigte Renzi. ****

Italien sei nicht nur ein wichtiger Handelspartner, sondern spiele auch bei der Frage der weiteren Entwicklung Europas eine führende Rolle, so Faymann. "Um zu mehr Beschäftigung zu kommen, ist vieles notwendig. Es ist mehr für die Jugendausbildung zu machen, mehr für aktive Arbeitsmarktpolitik, für Strukturinvestitionen - für Investitionen in vielen Bereiche, die uns aus der Krise herausführen", sagte der Bundeskanzler. Dafür brauche es Spielräume, Solidarität und das 300-Milliarden-Euro-Investitionspaket von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. "Jetzt fällt die Entscheidung. Geht es um reine Überschriften und leere Worte oder sind wir stark genug in Europa, das auch mit Inhalten zu füllen?", fragte Faymann. Man wolle nicht einer Generation angehören, "die zwar Banken gerettet, aber auf die Menschen vergessen hat", stellte Faymann klar. "Jetzt geht's um Beschäftigung", bekräftigte der Kanzler. Es sei daher wichtig, das von Juncker aufgestellte Investitionspaket "nicht so lange zu zerreden und zu verkleinern bis nichts mehr übrig geblieben ist".

Die Akzeptanz Europas werde steigen, "wenn die Menschen sehen, dass das, was wir engagiert machen, auch zu Ergebnissen führt. Wir brauchen ein starkes Investitionspaket, so dass die Menschen spüren, wir engagieren uns für mehr Wirtschaftswachstum und Beschäftigung", unterstrich Faymann.

Ministerpräsident Renzi bestätigte, er und Bundeskanzler Faymann haben eine gemeinsame Idee von der Entwicklung Europas in Bezug auf Wachstum und Beschäftigung. Bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sei Österreich ein "Role-Model", von dem Italien viel lernen könne, so Renzi. (Schluss) sc

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