"16 Tagen gegen Gewalt" - Grossmann: SPÖ-Frauen informieren über Hilfseinrichtungen

"Reform des Strafrechts und Bewusstseinsbildung notwendig!"

Wien (OTS/SK) - Im Rahmen der "16 Tage gegen Gewalt" vom 25. November bis 10. Dezember 2014 machen die SPÖ-Frauen bei österreichweiten Aktionen auf das Thema Gewalt an Frauen und entsprechende Hilfseinrichtungen aufmerksam. SPÖ-Bildungssprecherin Elisabeth Grossmann nimmt die Aktionstage zum Anlass, auf die zunehmende neue Form von Gewalt in Social-Media-Foren hinzuweisen: "Besonders Frauen, die sich politisch äußern, werden - auch wenn sie nicht Politikerinnen sind -häufig von einer Welle an Beschimpfungen oder gar Drohungen überschwappt, wie jüngste Beispiele in der Steiermark zeigen." Hier seien die NutzerInnen und die BetreiberInnen solcher Foren gefordert, diesen Entwicklungen nach ihren Möglichkeiten Einhalt zu gebieten, indem anstößige Postings sofort gelöscht, "Freundschaften" aufgekündigt und gegebenenfalls auch Anzeige erstattet wird. "Aber auch der Gesetzgeber ist bei der anstehenden Reform des Strafrechts gefordert, diese neuen Formen von Gewalt zu berücksichtigen", fordert Grossmann. ****

Gleiches gilt auch bei schon bestehenden Tatbeständen, wie der Vergewaltigung, wo nur etwa ein Zehntel der Anzeigen tatsächlich zu einer Verurteilung führt. Grossmann schließt sich daher der Initiative von Salzburger Fraueninitiativen an, den Vergewaltigungsparagrafen realitätsnäher zu formulieren und RichterInnen mit mehr psychologischer Expertise auszustatten.

Jede fünfte Frau ist in Österreich von Gewalt in ihrem nahen Umfeld betroffen. Betrachtet man Europa im Durchschnitt, so wird sogar jede dritte Frau Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt. "Es ist wichtig, dass Mädchen und Frauen über ihre Rechte Bescheid wissen. Viele haben Angst, über die eigenen Erfahrungen zu sprechen. Sich mitzuteilen, kann der erste Schritt aus der Gewalt sein", so Grossmann.

Im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt, die ab morgen bis zum 10. Dezember laufen, machen die SPÖ-Frauen auf Hilfseinrichtungen aufmerksam. Auf belebten Plätzen und Verkehrsknotenpunkten verteilen sie in ganz Österreich Visitenkarten mit der Nummer der Frauenhelpline/0800 222 555 und informieren über Gewaltschutzeinrichtungen. Die SPÖ-Frauen beteiligen sich so an der österreichweiten Kampagne "GewaltFREI leben", die gemeinsam von der Europäischen Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Frauen finanziert wird. Durchgeführt wird sie vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser in Kooperation mit der Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und der Bundesjugendvertretung. Die Kampagne ist Teil des Nationalen Aktionsplanes gegen Gewalt. (Schluss) sc/ah/mp

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