Hundstorfer zu Industriestandort Österreich: Sind gut aufgestellt, dürfen uns aber nicht ausrasten

Bildungsverpflichtung ist Grundnotwendigkeit für unser Land; ältere ArbeitnehmerInnen länger gesund im Erwerbsleben halten

Wien (OTS/BMASK) - Die Industrieproduktion ist in Österreich in den vergangenen 15 Jahren um mehr als 60 Prozent angestiegen. Mittlerweile konnten auch die Rückgänge der Krise 2008/2009 wieder mehr als wettgemacht werden, aber wir stehen vor zahlreichen neuen Herausforderungen", betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer bei der AK/ÖGB-Veranstaltung "Industriestandort Österreich - Wie geht es weiter?" am Montag in Wien. Für die Zukunft der Industrie in hochentwickelten Ländern wie Österreich stehe außer Frage, dass der Produktionsstandort mit Innovation und Produktivität punkten müsse und nicht mit Lohn-oder Sozialdumping, erläuterte der Minister. Besonderes Augenmerk legte Hundstorfer in seiner Rede auf die Bildungsverpflichtung und die Beschäftigung älterer ArbeitnehmerInnen. ****

"Wir müssen älteren ArbeitnehmerInnen die Möglichkeit geben, so lange wie möglich gesund im Erwerbsleben im bleiben", sagte Hundstorfer. Hier seien bereits viele Unternehmen vorbildlich unterwegs, aber es könnte noch mehr sein. In Richtung junge Menschen sagte Hundstorfer: "Eine Bildungsverpflichtung ist eine Grundnotwendigkeit in unserem Land". Nur Pflichtschule allein reiche heute nicht mehr. Die Bildungsverpflichtung wolle man gemeinsam mit allen Akteuren 2016/17 umsetzen. Einmal mehr brach Hundstorfer eine Lanze für die Lehre: "Lehrling-Sein" brauche auch im Sinne der Industrie eine Bedeutung in der Gesellschaft wie die AHS-Oberstufe.

Das Thema Industrie 4.0 habe auch große Bedeutung im Bereich der Pflege. Immer mehr neue Technologien entstünden, die etwa im Pflegebereich von enormer Wichtigkeit seien. Das Sozialministerium hat kürzlich einen Wissenschaftspreis zur weiteren Stärkung der Innovation im Themenfeld Inklusion ausgeschrieben. "Der Industriestandort Österreich hat insgesamt gute Voraussetzungen den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Die große politische Herausforderung bleibt aber: wir können immer mehr und bessere Güter produzieren - aber es wird weiterhin sicherzustellen sein, dass auch alle Menschen an diesem Fortschritt teilhaben werden können", so der Minister abschließend.

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