Die brutale Tötung von Hund Bubi muss die Justiz endlich aufwecken!

Die StBG-Novelle 2015 kann und darf extreme Tierquälereien nicht länger bagatellisieren! Zu viele Tierquälereien bleiben unaufgeklärt!

Vösendorf (OTS) - WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic: "Was muss noch alles passieren, bis das Justizressort rechtliche Konsequenzen zieht?" Tiere sind bereits seit den 1990er Jahren KEINE Sachen mehr (§285 a ABGB), sie sind als empfindsame Lebewesen anerkannt; zum Schutz eines wehrlosen Tieres wäre auch Nothilfe statthaft - doch wer ist dazu gegen extremste Gewalttäter in der Lage?

Und obwohl Tiere vom Gesetzgeber ÜBER die Sachen gestellt wurden, ist es im Strafrecht um den Schutz von Tieren gegen brutale Verbrecher immer noch schlecht bestellt: Der maximale Strafrahmen von § 222 StGB (der überhaupt sehr selten angewandt wird) liegt bei maximal EINEM Jahr Freiheitsstrafe.

Für eine Veröffentlichung von Bändern aus Überwachungskameras, z.B. U-Bahn-Überwachungsvideos, wäre aber nach Auffassung der Staatsanwaltschaft eine Strafdrohung von MEHR als einem Jahr nötig! Petrovic: "Es ist absolut unverständlich und unduldbar, dass viele Eigentumsdelikte mit wesentlich höheren Strafen bedroht sind als die brutale Verletzung oder Tötung von Tieren!"

Auch der feige Verbrecher, der die Katze Grizabella hochträchtig in einen kleine n Trolleykoffer gesperrt hat, läuft unbehelligt herum und stellt eine Gefahr für die ganze Gesellschaft und das Rechtsempfinden dar!

Die im Trolley bei einer U-Bahn-Station ausgesetzte Maine Coon-Zuchtkatze hat im Koffer 4 Junge zur Welt gebracht, die alle qualvoll verendeten, weil der Koffer erst nach Stunden entdeckt wurde. Die Mutterkatze konnte zwar zunächst gerettet werden, hat sich aber nie ganz von der Panik und Todesangst erholt und ist vor einigen Wochen im Tierschutzhaus gestorben. Der WTV hat VIELFACH vom Justizressort gefordert, dass die Überwachungsvideos veröffentlicht werden sollen - bislang VERGEBLICH. Selbst der Hinweis auf den materiellen Wert der Tier und die somit AUCH verwirklichten Eigentumsdelikte half bisher nicht. In der WTV-Zeitschrift "Tierfreund" hat Frau Drin. Petrovic über die Causa berichtet. Viele Briefe sind bei uns eingelangt; TierfreundInnen sind fassungslos!

Zuletzt gab es Signale aus der Volksanwaltschaft (Dr. Kräuter) und aus dem Parlament (Dr. Jarolim), dass eine Verschärfung der Strafdrohungen für ganz besondere Grausamkeiten kommen soll.

Der WTV appelliert an alle Abgeordneten, diese Vorstöße zu unterstützen und erinnert daran, dass die Zusammenhänge zwischen Tierquälereien und Gewalttaten an Menschen wissenschaftlich eindeutig erwiesen sind!

Rückfragen & Kontakt:

Louise Petrovic
0699/16604061
petrovic1@wr-tierschutzverein.org

Dr.in Madeleine Petrovic
Ab 11:30 0699/12763009
petrovic@wr-tierschutzverein.org

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