FP-Gudenus: Justizwachbeamten muss Respekt gezollt werden

Überbelegung und Arbeitsbedingungen in der JA Wien-Josefstadt sind ein Skandal

Wien (OTS/FPD) - Ein Besuch in der Justizanstalt Wien-Josefstadt wäre jedem Politiker anzuraten, dem das Thema Sicherheit in unserer Stadt am Herzen liegt, so der freiheitliche Klubobmann im Wiener Rathaus, Mag. Johann Gudenus. "Der Arbeit, die die Justizwachbeamten leisten, muss restloser Respekt gezollt werden! Es ist schlicht ein Skandal, unter welchen Bedingungen die Beamten Tag für Tag ihren Dienst antreten!"

Aus Spargründen sind die einzelnen Stationen der Justizanstalt schwer unterbesetzt, auf 130 Häftlinge kommen zum Teil gerade einmal zwei bis drei Beamte. "Das Justizministerium spielt hier mit der Sicherheit der Beamten, man bekommt fast den Eindruck, das Wohl der Verbrecher läge mehr am Herzen als die Gesundheit der Exekutivbeamten!", kritisiert der stellvertretende Bundesparteiobmann der FPÖ.

"Ich konnte mich bei meinem Besuch von den vorherrschenden Zuständen überzeugen und bin schlichtweg schockiert", sagt Gudenus. Überbelegung, viel zu wenig Personal und Arbeitsbedingungen für die jeder Unternehmer das Arbeitsinspektorat auf den Hals gehetzt bekommen würde, sind nur einige der bleibenden Eindrücke. Die FPÖ fordert umgehend einen Masterplan, wie man die Lage in der Justizanstalt Josefstadt, aber bestimmt auch in allen anderen Justizanstalten verbessern und entschärfen kann. Zudem muss endlich Schluss mit der Überbelegung an Häftlingen gemacht und Geld in die Hand genommen werden, um die Zahl der Wachbeamten deutlich aufzustocken. "Wir haben auch im Parlament einen Antrag eingebracht, denn nach Übergriffen oder Drohungen durch Häftlinge gegenüber Justizwachebeamten muss mit viel höheren Strafen gegen die Häftlinge vorgegangen werden! Es scheint, die Häftlinge haben bereits Narrenfreiheit!" so Gudenus.

"Hier kümmern sich wenige Menschen mit Feuereifer um Verbrecher und sorgen dafür, dass diese in der Gesellschaft keinen weiteren Schaden anrichten können. Dass mit diesen bald ebenso umgegangen wird wie mit den Häftlingen, ist empörend", schließt Gudenus. (Schluss)

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