Geht's den LehrerInnen gut, geht's den SchülerInnen gut - und umgekehrt!

FSG-LehrerInnen fordern Reform der Arbeitsbedingungen für PädagogInnen.

Wien (OTS/FSG) - "Wenn die schwarze AHS-Gewerkschaftsspitze Kinder einer gemeinsamen Ganztagesschule "kognitive Mastschweine" nennt, offeriert dies eine erschreckende Geisteshaltung", stellt Thomas Bulant, Vorsitzender der FSG in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft, fest. "In allen Pflichtschulen, wo wir statt einem Restschulsystem eine heterogene SchülerInnenpopulation haben, werden unsere LehrerInnen in ihrem Beziehungsreichtum und ihrer Kompetenzvermittlung durch die Bildungskarrieren der SchülerInnen bestätigt." Die FSG sei davon überzeugt, dass auch in einer "Langform Pflichtschulzeit" gilt: "It all starts with a good teacher". Nach Jahrzehnten pädagogischer Reformen an den Pflichtschulen sei eine Reform der Schulorganisation von 1962 und der Arbeitsbedingungen für LehrerInnen und DirektorInnen vonnöten. Die Illusion, mit den Konzepten der Vergangenheit die Probleme von morgen lösen zu können, sei nach Bulant trügerisch, da die Welt sich selbst in Österreich seit den 60er Jahren verändert habe.++++

"Unsere LehrerInnen brauchen beim Auftreten von zwischenmenschlicher Aggressivität Rechtssicherheit, Unterstützung und Schutz", fordert Karin Medits-Steiner, Spitzenkandidatin der FSG-ZV für die Personalvertretungswahlen in Wien. "Rechtsinformation, Sicherheitstraining, und Krisenmanagement müssen Teil der Aus-und Fortbildung sein", meint Medits-Steiner. "Selbstsichere LehrerInnen können eine kindgerechte Schule der Zukunft besser verwirklichen."

Für eine Schule der Zukunft werden DirektorInnen als pädagogische Leitung von immenser Bedeutung sein. "SchulleiterInnen sollten mehr Zeit mit den Menschen an ihrer Schule verbringen als hinter dem Computer. Ihre ursprüngliche Aufgabe muss im Mittelpunkt stehen", findet Medits-Steiner. "Der Ärger über Probleme mit neuen Verwaltungsprogrammen ist verständlich, kann aber die Diskussion um eine "Repädagogisierung" der Direktionen nicht ersetzen." Nach Medits-Steiner müsste das Aufgabenspektrum von LeiterInnen neu überdacht werden. Die Erfahrung von PraktikerInnen sei darin einzubinden! In Modellen der FSG sieht sie eine Möglichkeit, administrative Aufgaben auszulagern und die pädagogische Leitung einer Schule zu verstärken.

"Unsere LehrerInnen haben ein großes Interesse an ihrer Professionalisierung und ihrem Image", zeigt Bulant auf. "Daher kandidiert die FSG-ZV bei den Wiener Personalvertretungswahlen unter dem Listennamen 'It all starts with a good teacher'". Der Listenname sei für eine Interessenvertretung Programm und Auftrag zugleich, die Direktionen vom bürokratischen Müll zu befreien und den LehrerInnen bei ihrer engagierten Arbeit professionellen Support zur Seite zu stellen. Dadurch würde die in der Schule notwendige Beziehungsarbeit gestärkt und eine Win-win-Situation in der Symbiose von SchülerInnen und LehrerInnen ermöglicht.

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MMag. Dr. Thomas Bulant
FSG-Vorsitzender in der PflichtschullehrerInnengewerkschaft
Schenkenstraße 4/5
1010 Wien
Mail: thomas.bulant@apsfsg.at
Mobil: 069919413999

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