ORF III am Montag: Asoziale Netzwerke - Vierteiliger Doku-Schwerpunkt zum Thema "Mobbing"

Außerdem: "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen: Gerd Bacher"

Wien (OTS) - Am Montag, dem 24. November 2014, widmet ORF III Kultur und Information einem der heißesten gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit einen eigenen Themenabend. Vier brandaktuelle und größtenteils erstausgestrahlte Dokumentationen beleuchten verschiedene Ausformungen von Mobbing am Arbeitsplatz, in der Schule und im Internet. Um 20.15 Uhr geht Gestalterin Manuela Strihavka in der Premiere der ORF-III-Eigenproduktion "Mobbing - Gift am Arbeitsplatz" beunruhigenden Trends am Arbeitsmarkt auf den Grund. Erschreckende Folgen von Cyber-Mobbing zeigen danach um 21.05 Uhr die Dokumentationen "Internet: Tödliche Bekanntschaften" in deutschsprachiger Erstausstrahlung und um 22.00 Uhr "Stille Gewalt -Schülermobbing im Internet". Den Schwerpunktabend beschließt um 22.35 Uhr die deutschsprachige Erstausstrahlung von "Amerikas Kampf: Gegen Mobbing an Schulen". Mit "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" erwartet das Publikum um 23.35 Uhr ein Schatz aus dem ORF-Archiv. Der dreimalige ORF-Generalintendant Gerd Bacher blickt auf die Nachkriegsjahre zurück, in der er Österreichs Medienlandschaft prägte und den ORF nachhaltig modernisierte.

Die Sendungen im Detail:

Themenabend "Mobbing": "Mobbing - Gift am Arbeitsplatz" (20.15 Uhr), "Internet: Tödliche Bekanntschaften" (21.05 Uhr), "Stille Gewalt -Schülermobbing im Internet" (22.00 Uhr) und "Amerikas Kampf: Gegen Mobbing an Schulen" (22.35 Uhr)

Ein neues Gebiet von großer gesellschaftlicher Relevanz hat sich in den vergangenen Jahren für die Arbeitspsychologie aufgetan: Die ORF-III-Eigenproduktion "Mobbing - Gift am Arbeitsplatz" geht den Ursachen der Schikanen im Job auf den Grund: Verschärfter Konkurrenzkampf am globalen Arbeitsmarkt, die angebliche Aufweichung ethischer Grundsätze in der Gesellschaft und wachsender Egoismus statt Teamgeist werden als Faktoren gelistet, die das kollegiale Miteinander am Arbeitsplatz gefährden. Noch weitgreifendere Auswirkungen schreibt man dem Cyber-Mobbing zu. Schlagzeilen machte in den USA der Fall, bei dem eine Schülerin durch digitale Attacken eines vermeintlichen Freundes in den Selbstmord getrieben wurde. Der "Freund" waren in Wahrheit drei ältere Nachbarinnen gewesen, die sich das Profil teilten und eigentlich der Mutter des Mädchens schaden wollten. Die Dokumentation "Internet: Tödliche Bekanntschaften" erkundet den scheinbar rechtsfreien Raum, in dem sich Cyber-Mobbing abspielt und verdeutlicht, wie wenig Handhabe es für Betroffene gibt. Einen weiteren Fall von Cyber-Mobbing beleuchtet danach "Stille Gewalt - Schülermobbing im Internet": Chantal, 17, stößt eines Tages auf ein Userprofil im Online-Netzwerk "schülerVZ", in dem ihr Foto zur Hitler-Karikatur verfremdet und ihr Profil um unwahre Dinge ergänzt ist. Einige Tage später erreichen sie digitale Gewaltandrohungen. Die Dokumentation zeigt, wie unter dem schützenden Mantel der Anonymität sozialer Netzwerke Mobbing im großen Stil betrieben wird. "Amerikas Kampf: Gegen Mobbing an Schulen" behandelt schließlich beklemmende Zustände an amerikanischen Schulen. Fünfjährige, die sich vor Richtern verantworten müssen, Kinder, die verhaftet werden, weil sie eine Cola-Flasche zum Zerplatzen brachten:
Fünfzehn Jahre nach dem Columbine-Massaker und George W. Bushs "Zero Tolerance"-Erlass haben sich die Maßstäbe an den US-Schulen verschoben. Was gut gemeint war, um Gewalt an Amerikas Schulen einzudämmen, hat zu einer Über-Rigidität geführt, die schon Kindergartenkinder ins Kriminal bringt.

"Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen: Gerd Bacher" (23.35 Uhr)

Der gebürtige Salzburger Gerd Bacher hat über ein halbes Jahrhundert hindurch die Medienlandschaft Österreichs geprägt wie kein anderer. Nach zwanzig teils turbulenten Jahren bei Printmedien begann er 1967 mit seinem Lebenswerk, der Reform des ORF, dessen Generalintendant er dreimal war. In dieser Folge der Serie "Erinnerungen - Zeitzeugen erzählen" berichtet Bacher, wie er das Ende des Krieges erlebt und danach als Journalist und Medienmanager in Salzburg und Wien Karriere gemacht hat.

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