SPÖ-Landesparteitag Burgenland - Faymann: "Pensionsautomatik ist eiskalt"

Aktive Wirtschaftspolitik, um Beschäftigung anzukurbeln - ArbeitnehmerInnen durch faire Steuern entlasten

Raiding (OTS/SK) - "Man muss sich auf die staatliche Pension verlassen können", betonte SPÖ-Bundesparteivorsitzender Bundeskanzler Werner Faymann heute, Samstag, in seiner Rede am Landesparteitag der SPÖ Burgenland. Dafür brauche es eine aktive Wirtschaftspolitik, um die Beschäftigung anzukurbeln, damit das Geld für die Pensionen auch da sei. Zum Thema Pensionen sagte der Kanzler: "Man kann nicht wollen, dass die Menschen länger arbeiten, wenn es die Arbeitsplätze nicht gibt." Der Vorschlag der Pensionsautomatik bedeute eine Übertragung der Thematik auf Automaten. "Das würde bedeuten, die wichtigsten sozial- und wirtschaftspolitischen Werkzeuge, die es in Österreich gibt, aus der Hand zu geben", so der Kanzler. "Das ist eiskalt. Wir brauchen keine Automaten, sondern Menschen, die sich für andere einsetzen", stellte Faymann fest. ****

Der Kanzler berichtete auch über seine gestrige Schweiz-Reise und betonte im Zusammenhang mit der dort eingehobenen Millionärssteuer:
"Die Schweizer Großmutter fürchtet sich nicht, dass ihr ihre Perlenkette weggenommen wird." Faymann sprach in Bezug auf Millionärs- oder Erbschaftssteuern von fairen Steuern, denn: "Es muss mehr für jene bleiben, die nicht vom Erben, sondern vom Arbeiten leben." Neben dem Kampf gegen Spekulation und Lohndumping gehe es darum, dass die, die Millionen besitzen, mehr beitragen und dafür die ArbeitnehmerInnen entlastet werden, wie es auch durch die Senkung der Lohnsteuer möglich sei.

In seiner Rede wies der Bundeskanzler auf die Vorbildwirkung Burgendlands bei Themen wie Bildung und Schaffung von Arbeitsplätzen hin. "Solange das Burgenland in sozialdemokratischer Hand ist, müssen wir uns keine Sorgen machen", betonte Faymann und bedankte sich bei Landeshauptmann Niessl für die gute Arbeit. "Eure Arbeit im Burgenland ist ein Beispiel, das sich in ganz Europa sehen lassen kann. Daher lasst alle wissen, dass sie nicht selbstverständlich ist. Das alles hat einen Namen und eine Adresse: Es ist die Sozialdemokratie Burgenland", sagte Faymann. (Schluss) tg/bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0001