Christian Ragger: Weiter verhandeln, um Gesundheits-GAU abzuwenden!

Kabeg soll endlich mit Zahlenspielereien aufhören - sie ist Feindbild der Ärzteschaft

Klagenfurt (OTS) - "Im Kärntner Gesundheitswesen brennt es, aber die Beteiligten schütten statt Wasser Benzin rein", so beschreibt der Obmann der Kärntner Freiheitlichen den laufenden Konflikt um die Ärztegehälter. Er ruft zu einer Abrüstung der gegenseitigen Polemik und zu Verhandlungen auf, die so lange hinter verschlossenen Türen dauern sollten, bis eine Lösung gefunden ist. Denn sonst drohe ab 1.1.2015 ein GAU, im Gesundheitssystem.
Ragger befürchtet Schließungen von chirurgischen und unfallchirurgischen sowie internistischen Abteilungen, weil diese mangels ärztlichen Personals nicht mehr betrieben werden können. "Schon jetzt haben wir in Spitälern einen Mangel an Chirurgen, Anästhesisten, Internisten und Radiologen, der nur dadurch kompensiert werden kann, weil die Fachärzte Überstunden en masse leisten. Dies sei bei einem Dienst nach der neuen gesetzlichen 48-Stunden-Grenze nicht mehr möglich. "Es stellt sich die Frage, ob man den Ärzte-Protest als Alibi für die Demontage von Spitälern nimmt, welche die SPÖ im Geheimen ohnehin plant", so Ragger.
Ihm gibt vor allem das "dramatische Votum" aller Ärzte zu denken. "Wenn 99,9 % den Vorschlag von LH Dr. Peter Kaiser ablehnen, kommt dies einem Misstrauensbeweis gleich, der seinesgleichen sucht. Die Kabeg wurde zu einem absoluten Feindbild der Ärzte". Das sei offenbar die Quittung für die fragwürdigen Zahlenspielerein von Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel . "Jeder, der sich ein bisschen auskennt, weiß, dass die Personalsituation auf mehreren Abteilungen der Landesspitäler so eng ist, dass Dutzende Ärzte 72 Stunden pro Woche und bis 32 am Stück arbeiten müssen. Da erdreistet sich Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel zu verlautbaren, dass die Ärzte im Schnitt ohnehin nur 52 Stunden pro Woche leisten müssen. "Es ist höchst unseriös, alle Teilzeitkräfte und jene, die in einem Institut mit Tagesbetrieb stehen, in einen Topf mit den Vielleistern zu werfen. "Da darf man sich auch nicht wundern, wenn die Ärzte angesichts der Verleugnung der Realität zu Wut-Bürgern werden". Auch bei den Lohnberechnungen werde manipuliert. Im jetzt abgelehnten Angebot sind auch Überstunden und Arbeitgeberbeiträge eingerechnet, obwohl das Thema die Grundgehälter sein sollte. "Es muss weiterverhandelt werden, aber ohne solche Tricks der Kabeg und ohne Justament-Standpunkte der Ärzte", fordert Ragger abschließend.

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