Haubner: Importverbot für neue Steuern, Herr Bundeskanzler!

Märchen von Schweizer Vermögenssteuer wäre in Österreich Gruselgeschichte - Steuermodelle grundverschieden - Wir brauchen Reformen statt neue Steuern

Wien (OTS) - Angesichts der jüngsten Darstellungen fordert Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner den Bundeskanzler zu einem "Importverbot für neue Steuern" auf: "Dass die Schweizer Vermögenssteuer problemlos in Österreich eingeführt werden könnte, ist falsch! Der Bundeskanzler erzählt nur die halbe Geschichte, sodass hier ein völlig falsches Bild entsteht. Richtig ist: Die Steuermodelle in Österreich und der Schweiz sind grundlegend verschieden. In Österreich würde das Vermögenssteuer-Märchen als Gruselgeschichte für den gesamten Mittelstand enden." Statt mit Ideen für neue Steuern nach Hause zu kommen, solle sich Faymann bei seinem Schweiz-Besuch lieber Motivation für die Senkung unserer Staatsschulden holen. Gerne klärt Haubner den Bundeskanzler über die grundverschiedenen Ausgangslagen zwischen Schweiz und Österreich auf:
"Unsere Staatsverschuldung beträgt 81 Prozent. Die der Schweiz verzeichnet fast nur die Hälfte, nämlich 46,1 Prozent. Außerdem hat unser Nachbarland mit 1,7 Prozent fast doppelt so viel Wachstum, wie Österreich mit 0,8 Prozent. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Staatsausgaben: Während wir 51 Prozent für Ausgaben aufbringen müssen, sind es in der Schweiz lediglich 32 Prozent! Dass die Schweiz so gut unterwegs ist, ist nicht das Ergebnis einer Vermögenssteuer, sondern konsequenter Reformen, reduzierter Staatsausgaben und optimaler wirtschaftlicher Rahmenbedingungen", verdeutlicht Haubner. ****

Der Wirtschaftsbund-General erinnert daran, dass die frühere Vermögenssteuer zu 80 Prozent auf Kosten der Unternehmer ging. "Das würde wieder passieren! Wenn die SPÖ durch 'Vermögenssteuern' wie kolportiert 10 Mio. Euro Einnahmen erreichen will, ist klar, dass diese Summe nie ohne Belastung der Betriebe lukriert werden kann. Vermögenssteuern sind in Wirklichkeit Eigentumssteuern, würden voll auf die Betriebssubstanz greifen und wären reine Mittelstandssteuern!" Abgesehen davon, dass die Schweizer Steuersätze drastisch niedriger seien, als jene in Österreich, werde im Nachbarland auch der Wertzuwachs von Vermögen besteuert. "Was wir brauchen, sind nicht neue Belastungsideen, sondern Reformen, Einsparungen und Wirtschaftsimpulse. Österreich hat kein Einnahmenproblem sondern ein Ausgabenproblem", so Haubner, der abschließend den Appell an Faymann richtet: "Bringen Sie mit ihren Beratern in AK und ÖGB nur einmal den gleichen Eifer auf, wenn es um Reformen geht, wie beim Erfinden neuer Mittelstandssteuern!"

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