• 21.11.2014, 17:30:20
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Kulturminister Ostermayer ehrt den Architekten und Literaten Friedrich Achleitner

Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse im Bundeskanzleramt

Utl.: Verleihung des Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft
und Kunst 1. Klasse im Bundeskanzleramt =

Wien (OTS) - "Wir zollen heute Professor Achleitner Dank und
Anerkennung für ein herausragendes und vielfältiges Werk im Bereich
der Architektur und der Architekturpublizistik. Ebenso ehren wir den
Literaten Achleitner, der als Mitbegründer der Wiener Gruppe,
gemeinsam mit Gerhard Rühm, Ossi Wiener oder H.C. Artmann eine
Avantgarde herausbildete und mit seinen Sprachexperimenten neue Wege
beschritten hat. Er hat überdies die Verbindung zwischen Kunst und
Wissenschaft geschafft und es verstanden, Architektur mit schöner,
poetischer Sprache zu beschreiben", sagte Kulturminister Josef
Ostermayer, heute, Freitag, anlässlich der Verleihung des
Österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse an
den österreichischen Architekten, Architekturkritiker und
Schriftsteller Friedrich Achleitner im Kongresssaal des
Bundeskanzleramtes.

Die Anregung für die Auszeichnung kam von Dietmar Steiner, dem
Direktor des Architekturzentrums Wien, der Achleitner als "das
personifizierte Architekturgewissen seiner Zeit" bezeichnete. Die
Laudatio hielt der Architekt, Ausstellungskurator und Autor Otto
Kapfinger, der Achleitner eine herausragende Doppelbegabung für
Wissenschaft und Kunst attestierte, "die sich aller Verzweckung und
Ökonomisierung widersetzt".

Der 1930 im oberösterreichischen Schalchen geborene Friedrich
Achleitner studierte in Wien bei Clemens Holzmeister und arbeitete
anschließend als freischaffender Architekt, ehe er sich ab 1958 dem
Schreiben von Dialektgedichten widmete, der konkreten Poesie zuwandte
und die Wiener Gruppe mitbegründete. 1959 erschien als
Gemeinschaftsarbeit von Achleitner, H. C. Artmann und Gerhard Rühm
das Buch "hosn rosn baa", acht Jahre später der Sammelband "die
wiener gruppe". Ab 1961 wandte sich Friedrich Achleitner neuerlich
der Architektur zu, als Kritiker für die "Abendzeitung" und später
für "Die Presse". In seinen Beiträgen kritisierte er unter anderem
die Zerstörung alter Bausubstanz und die innerstädtische
Bebauungsverdichtung durch Hochhäuser. Ab 1963 lehrte Achleitner an
der Akademie der bildenden Künste Geschichte und Theorie der
Architektur, arbeitete jedoch weiterhin auch als Kritiker und
Schriftsteller. Mit seinem Hauptwerk, dem fünf Bände umfassenden
Führer durch die "Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert" hat
er Architekturgeschichte geschrieben.

Die Feierstunde wurde musikalisch von Jazzkomponist Oskar Aichinger
am Klavier und Thomas Berghammer an der Trompete umrahmt.

Bilder der Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

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