- 21.11.2014, 13:36:10
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FPÖ-Belakowitsch-Jenewein: Rasingers Besorgnis um die Hausärzte fällt in die "Haltet den Dieb"-Kategorie
"Im nächsten Gesundheitsausschuss setzen wir wieder diverse Initiativen zur Stärkung der Haus- und Landärzte. Dann kann Rasinger zeigen, wie ernst er sich und seine Aussagen nimmt"
Utl.: "Im nächsten Gesundheitsausschuss setzen wir wieder diverse
Initiativen zur Stärkung der Haus- und Landärzte. Dann kann
Rasinger zeigen, wie ernst er sich und seine Aussagen nimmt" =
Wien (OTS) - "ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger hat inhaltlich völlig
recht, der Hausarzt ist wichtig, er bildet das Rückgrat der
medizinischen Versorgung. Allerdings darf ich seinem Gedächtnis auf
die Sprünge helfen: Es sind er, seine ÖVP und deren Koalitionspartner
SPÖ, die eifrig daran arbeiten, dieses Rückgrat zu brechen", betont
heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin und Vorsitzende des
parlamentarischen Gesundheitsausschusses, NAbg. Dr. Dagmar
Belakowitsch-Jenewein. "Angefangen beim 'Primärversorgungskonzept'
bis hin zum Murks bei der Reform der Ärzteausbildung: Das alles hat
Rasinger mitgetragen. Vor dem Hintergrund fällt seine Besorgnis um
die Hausärzte eher in die 'Haltet den Dieb'-Kategorie", so
Belakowitsch-Jenewein.
"Rasinger hat recht, gerade im ländlichen Raum ist eine
Allgemeinordination kaum noch zu führen. Um das zu ändern haben wir
Freiheitliche etliche Anträge eingebracht, etwa auf Einführung eines
Landärztebonus. Das hat Rasinger aber abgelehnt", erinnert
Belakowitsch-Jenewein. "Und was Rasingers 'Hohelied' auf die
Hausapotheken betrifft, darf ich ihn daran erinnern, dass er immerhin
seit 1994 im Parlament sitzt und diese also 2005 auch mit seiner
Stimme von ÖVP-Ministerin Rauch-Kallat abgeschafft wurden", so
Belakowitsch-Jenewein.
Und bevor sich der Herr ÖVP-Gesundheitssprecher als Retter der
Hausärzte "aufplustere", möge er in seiner eigenen Fraktion
Überzeugungsarbeit leisten - zahlreiche prominente ÖVPler würden den
Hausarzt in seiner heutigen Form als Vergangenheitskonzept sehen,
allen voran der heutige Finanzminister Schelling, der vor der
Nationalratswahl 2013 als Chef des Hauptverbands gesagt habe: "Die
wichtigste Aufgabe der Sozialversicherung (Anm.: im Rahmen der
Gesundheitsreform 2013) liegt in der Neuorganisation der
Erstversorgung. Dahinter steht der Wandel weg von den für viele
bekannten Einzelordinationen hin zu innovativeren
Gesundheitseinrichtungen wie den Gruppenpraxen. Ziel ist der Aufbau
von interdisziplinären Zentren, in denen verschiedenste Ärztinnen und
Ärzte bei flexibleren Öffnungszeiten zusammenarbeiten." Auch andere
Persönlichkeiten in der ÖVP wie Patientenanwalt Bachiger, die
ehemalige Finanzministerin Fekter oder den oberösterreichischen
Landeshauptmann Pühringer müsste Rasinger noch überzeugen.
"An erster Stelle steht allerdings, dass Rasinger seinen eigenen
inneren Widerspruch auflöst. Was er fordert und was er bisher getan
hat, sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Wir werden ihm aber
bald wieder Gelegenheit geben zu zeigen, wie ernst er sich und seine
Aussagen nimmt, im nächsten Gesundheitsausschuss werden wir diverse
Initiativen setzen, zur Stärkung des Hausarztes allgemein und der
Landärzte im Speziellen", so Belakowitsch-Jenewein.
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