- 21.11.2014, 12:57:34
- /
- OTS0156 OTW0156
NEOS: Uneinigkeit von SPÖ und ÖVP gefährdet Gesundheitsreform
Gesundheitssprecher Loacker fordert Patientenorientierung statt alter Denkmuster
Utl.: Gesundheitssprecher Loacker fordert Patientenorientierung
statt alter Denkmuster =
Wien (OTS) - "In Fragen der Gesundheitsreform scheint zwischen den
Regierungsfraktionen weit weniger Einigkeit zu bestehen, als für die
Umsetzung des Projekts erforderlich wäre", so NEOS
-Gesundheitssprecher Gerald Loacker anlässlich der heutigen
Pressekonferenz von ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka und
ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger zum Thema "Pro Hausärzte". "Es
ist unbestritten, dass Österreich bei der Stärkung des
niedergelassenen Bereiches Nachholbedarf hat, denn die
Primärversorgungsstrukturen sind nach wie vor wenig ausgeprägt. Wir
sind hier nur noch in Gesellschaft von Irland, Island, Luxemburg,
Ungarn, Griechenland und der Türkei. Die Gesundheitsreform geht hier
in die richtige Richtung, indem sie auf multidisziplinäre Strukturen
setzt, die die Ärztinnen und Ärzte entlasten, den Beruf des
niedergelassenen Arztes attraktiver machen und die Rolle des
Allgemeinmediziners neu definieren. Die ÖVP nimmt den Beschluss der
Bundeszielsteuerungskommission betreffend die neue Primärversorgung
aber nicht ernst. Sie versucht erneut, einen Keil zwischen die
Gesundheitsberufe zu treiben und blendet dabei jegliche
wissenschaftliche Erkenntnisse der letzten 50 Jahre aus", hält
Loacker fest.
Eine Reform des Gesundheitswesens darf sich, so der
NEOS-Gesundheitssprecher, nicht auf die Frage beschränken, Hausarzt
ja oder nein. Denn diese Frage stellt sich nicht. Die
Gesundheitsversorgung muss sich an den Bedürfnissen der Patienten
orientieren und daher so mannigfaltig sein, wie die Lebensumstände,
in denen sie sich befinden: "Hören wir deshalb auf, über
Einzelschauplätze zu diskutieren, und wenden wir uns lieber echten
Strukturreformen zu. Was im ersten Schritt zu tun ist, wurde in den
Zielsteuerungsverträgen festgelegt und bedarf einer Geschlossenheit
der österreichischen Gesundheitspolitik über alle Parteien hinweg."
Die Versorgungsqualität steht für NEOS-Gesundheitssprecher Gerald
Loacker dabei im Fokus: "Dieses System hat sicher seine Verdienste,
diese Anerkennung darf uns aber nicht davon abhalten, die Weichen für
zukünftige Generationen zu stellen und eine Anpassung an neue
Herausforderungen wie etwa die Zunahme von chronischen Erkrankungen
vorzunehmen. Daher erwarte ich von ÖVP-Gesundheitssprecher Rasinger,
dass er die Gesundheitsreform vorantreibt. Seine Antwort, in
Schockstarre zu verharren und Reformen nicht zuzulassen, ist
unverantwortlich. Damit ist schließlich auch den niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten nicht gedient, die zweifellos in ihrer Tätigkeit
Anerkennung verdienen", so Loacker.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEK






