Widmungskategorie Sozialer Wohnbau notwendig

Für immer mehr Menschen ist Wohnen nicht mehr leistbar

St. Pölten, (OTS/SPI) - Im Zuge der gestrigen Landtagsdebatte über die neue NÖ Raumordnung brachte LAbg. Heidemaria Onodi einen Antrag der SPNÖ auf Schaffung der Widmungskategorie "Sozialer Wohnbau" ein. "Wohnen wird für immer mehr Menschen nicht mehr leistbar. Die Mieten steigen ständig und die hohen Baukostenzuschüsse sind für viele eine kaum zu überwindende finanzielle Hürde. Daher sind in diesem Zusammenhang dringend Gegenmaßnahmen notwendig. Da wir wissen, dass die hohen Grundpreise einen entscheidenden Einfluss auf die Wohnkosten haben, wäre eine Widmungskategorie 'Sozialer Wohnbau' ein gutes Instrument, um für den geförderten Wohnbau die Grundstückspreise zu dämpfen und wieder wirklichen sozialen Wohnbau zu ermöglichen", erläutert LAbg. Onodi die Beweggründe für den Antrag der SPNÖ.

"Leider ist es uns in dieser Landtagssitzung nicht gelungen, die Mehrheit von der dringenden Notwendigkeit dieser Maßnahme zu überzeugen. Da wir aber der festen Überzeugung sind, dass eine solche Widmungskategorie unbedingt erforderlich ist, um endlich wieder vermehrt leistbaren Wohnraum zu schaffen, werden wir auch weiterhin Überzeugungsarbeit in diese Richtung leisten", so Onodi weiter. Das Modell der SPNÖ sieht vor, bei der Neuwidmung von Bauland, also wenn etwa Grünland zu Bauland umgewidmet wird, einen Anteil von 20 % für die Widmungskategorie "Sozialer Wohnbau" zu reservieren, sofern der Gemeinderat einen diesbezüglichen Bedarf feststellt. Über die Auswahl soll demnach ein Sachverständiger des Landes entscheiden. Diese Grundstücke dürften dann nur um 50 Prozent des Verkehrswertes verkauft werden. "Bei einer derartigen Umwidmung steigt der Wert der Grundstücke exorbitant an. Das heißt, dass GrundstückseigentümerInnen auch dann, wenn es eine solche Widmung für den sozialen Wohnbau gibt, immer noch deutliche Gewinne aus diesen Gründen lukrieren können und trotzdem der Wohnbau leistbarer wird. Eine Widmungskategorie 'Sozialer Wohnbau' wäre daher eine ganz klassische Win-Win-Situation für alle Beteiligten", so LAbg. Onodi abschließend.

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