- 21.11.2014, 12:24:19
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Brunner: Historischer Erfolg gegen Plastikmüll
EU-Grüne setzten sich in vielen Punkten gegen Plastiklobby durch
Utl.: EU-Grüne setzten sich in vielen Punkten gegen Plastiklobby
durch =
Wien (OTS) - "Das ist ein historischer Erfolg im Kampf gegen die
Plastikmüllberge und für eine saubere Umwelt. Ich gratuliere der
Grünen EU-Abgeordneten Margrete Auken, die sich als Chefverhandlerin
für das EU-Parlament in wesentlichen Punkten gegen die Plastiklobby
durchgesetzt hat. Wenn man bedenkt, dass die EU-Kommission
ursprüngliche nur nationale Verbote zulassen wollte und die
Mitgliedsstaaten nur auf der Bremse gestanden sind, ist das Ergebnis
äußerst erfreulich ", sagt Christiane Brunner, Umweltsprecherin der
Grünen.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedsstaaten segneten heute
einen Kompromiss formal ab, der gemeinsam mit dem Parlament und der
Kommission erzielt wurde.
"Zum ersten Mal in der Geschichte haben wir verbindliche Ziele zur
Vermeidung von Plastikmüll. Alle Mitgliedsländer müssen den Verbrauch
von Plastiksackerl eindämmen, und zwar stufenweise auf 40 Sackerl bis
zum Jahr 2025 - das entspricht einer Reduktion von 80 Prozent im
Vergleich zu 2010. Darüber hinaus wird es in Zukunft möglich sein,
Wegwerfsackerl zu verbieten", erläutert Brunner.
"Jetzt gibt es keine Ausreden mehr. Umweltminister Rupprechter wollte
Österreich wieder zu einem Umweltvorreiter machen, konkrete
politische Taten sind dieser Ankündigung bis jetzt allerdings nicht
gefolgt. Das kann der Umweltminister jetzt nachholen. Ich erwarte
mir, dass Österreich die EU-Vorgaben so rasch und ambitioniert wie
möglich umsetzt."
Das bedeutet zumindest: ein österreichisches Reduktionsziel für den
Verbrauch von Einwegsackerl: minus 80 Prozent im Vergleich zu 2010,
keine Gratisabgabe von Plastiksackerl und ein Verbot von
oxo-Plastiksackerl, die vorgeblich biologisch abbaubar sind aber nur
in Mikroplastikteile zerfallen.
"Wir Grüne werden unsere Vorschläge im Parlament einbringen und im
nächsten Umweltausschuss mit dem Minister und den anderen Parteien
diskutieren", hält Brunner fest.
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